Nachteile Basistarif oder Standardtarif

Der Standardtarif geht ab 2009 in den Basistarif über und hat gegenüber anderen privaten Krankenversicherungen erhebliche Nachteile.

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Hat man in der privaten Krankenversicherung den Standardtarif bzw. ab 2009 den Basistarif abgeschlossen ist der Schutz ähnlich der gesetzlichen Krankenversicherung, was bedeutet dass man beispielsweise im Krankenhaus nur den Status eines Kassenpatienten hat also Mehrbettzimmer und vor allen Dingen ist auch keine Chefarztbehandlung gegeben und auch die 10 Euro täglich muss der Patient bezahlen.

Nur der 1,7 fache Satz

Im Standardtarif bzw. Basistarif wird die Abrechnung zwischen Arzt und Patienten genauso gemacht wie anderen privat Versicherten doch der Arzt darf nur den 1,7 fachen Satz der ärztlichen Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte in Rechnung stellen. Bei Zahnersatz werden höchstens bis zu 65 Prozent von der Versicherung erstattet und es kommt vor dass Ärzte Versicherte im Standardtarif nur dann behandeln wenn diese einen höheren Abrechnungssatz, beispielsweise 2,3 fach oder 3,5 fach, akzeptieren. Die Differenz muss der Patient dann aus eigener Tasche bezahlen. Im Standardtarif gibt es auch in der Regel eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent an den Kosten für Hilfsmittel, Heilmittel und Arzneimittel, dies ist begrenzt auf den Höchstbetrag von knapp über 300 Euro jährlich.

Basistarif zu teuer

Für Menschen die bisher noch keine Krankenversicherung haben und sich in der privaten Krankenversicherung versichern müssen ist der Standardtarif bzw. der Basistarif ab 01. Januar 2009 nur dann zu empfehlen wenn diese aus gesundheitlichen Gründen keinen anderen Tarif bekommen. Besteht die Möglichkeit auch einen anderen Tarif in der privaten Krankenversicherung zu bekommen sollte auf eine Beratung nicht verzichtet werden, denn fast jeder Versicherer bringt immer mal neue Tarife auf den Markt um neue Kunden anzulocken doch wie sich der heute billige Preis über Jahre entwickelt ist nicht vorhersehbar und so kann aus mancher heute billigen Krankenversicherung ganz schnell eine zu teure Absicherung werden.

Hinter die Kulissen schauen

Bei einer Beratung sollte darauf geachtet werden, das auch der Hintergrund des Versicherers angesprochen wird, wie beispielsweise der Versicherer in den vergangenen Jahren mit den Altersrückstellungen gewirtschaftet hat und natürlich auch ob die Versicherung bekannt ist dafür öfters Leistungen zu verweigern. Diese Informationen sollten dann im Beratungsprotokoll festgehalten werden damit hatte der Neukunde auch eine Absicherung gegen Falschberatung.


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