Angst wenn die Krankenversicherung Pleite geht

Das Sozial- und Gesundheitssystem krankt an allen Ecken und Enden. Jetzt trifft es auch die ersten Krankenkassen. Nach der City BKK und BKK Heilberufe ist nun die dritte Kasse von der Insolvenz bedroht. Versicherte müssen aber keine Angst haben, wenn die Krankenversicherung Pleite macht.

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Jeder in Deutschland sollte krankenversichert sein. Man hat die Wahl zwischen gesetzlicher Krankenkasse oder privater Versicherung. Leider geht die allgemeine weltweite Krise auch an diesen Versicherern nicht vorbei. Im Gegenteil: Überall muss gespart werden, dass gilt für den Privathaushalt genauso auch für Unternehmen und eben für das Gesundheits- und Sozialwesen. Davon sind nicht nur Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal betroffen, sondern eben auch die Krankenkassen.

Fusion oder Schließung

Die ersten Krankenversicherungen gehen jetzt in die Knie. Nach der City BKK und BKK Heilberufe ist nun die dritte Kasse von der Insolvenz bedroht. Der GBK (Betriebskrankenkasse Köln) geht es wirtschaftlich nicht mehr gut. Eine solche finanzielle oder wirtschaftliche Schieflage bedeutet nun noch nicht, dass das betroffene Unternehmen dicht machen muss. Sie muss aber unbedingt dem Bundesversicherungsamt oder einem ähnlichen Aufsichtsorgan gemeldet werden. So kann eine Insolvenz oftmals noch abgewendet werden; z. B. durch einen Zusammenschluss (Fusion) zweier Unternehmen. Versicherte müssen aber keine Angst haben, wenn die Krankenversicherung Pleite macht.


Die Behandlung geht weiter

Dennoch brauchen die Versicherten keine Angst haben. Denn sie sind in jedem Fall weiterhin versichert. Ob Fusion oder tatsächliche Schließung, der Versicherte wird immer rechtzeitig informiert, so dass genügend Zeit bleibt, sich eine neue Kasse zu suchen. Bei einer Fusion gelten für einen Versicherungswechsel die gesetzlichen Kündigungsfristen. Schließt die Krankenkasse, hat der Versicherte bis zu zwei Wochen nach der Schließung, um sich für eine neue Versicherung zu entscheiden. Tut er das nicht, werden zumindest Pflichtversicherte vom Arbeitgeber oder der Bundesagentur für Arbeit oder dem Rententräger anderweitig versichert. Während der Übergangszeit zwischen Schließung und Neuversicherung werden laufende Behandlungskosten oder andere Leistungen weiter getragen. Bei Betriebskrankenkassen werden die Ausgaben auf die übrigen Betriebskassen verteilt oder aber der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung springt ein.

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