Mitversichern der Familie: Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse

Gesetzlich Versicherte können im Rahmen der Familienversicherung ihre Familienangehörige, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen, beitragsfrei mitversichern lassen.

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Eine kostenfreie Familienversicherung ist in der gesetzlichen Kranken- sowie Pflegeversicherung möglich. Eine Familienversicherung bedeutet, dass ein Versicherter der gesetzlichen Krankenversicherung Familienangehörige unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichern lassen kann. Familienangehörige können sein: der Ehepartner, Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und Kinder. Stiefkinder und Enkel kommen in den Schutz der Familienversicherung, wenn sie im Haushalt des Versicherten leben und die Lebenskosten vom Versicherten getragen werden. Auch Kinder von selbst Familienversicherten sind mitversichert beispielsweise wenn die Tochter oder der Sohn noch familienversichert ist und dann Nachwuchs kommt.

Wann kann man Familienangehörige mitversichern?

Die Möglichkeit Familienangehörige mitzuversichern sind einerseits alters- und einkommensabhängig bezüglich der Person, die in die Familienversicherung aufgenommen werden soll. Zudem müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein wie: freiwillige oder Pflichtversicherung des eigentlich Versicherten und ständiger Wohnsitz der zu versichernden Person in der Familienversicherung ist in Deutschland. Ein vorübergehender Aufenthalt im Ausland ist kein Ausschlusskriterium, wenn abzusehen ist, dass die familienversicherte Person nach Deutschland zurückkehrt und der Wohnmittelpunkt auch in Deutschland ist.

Einkommensgrenzen

Der Familienangehörige darf nicht mehr als EUR 365 oder bei einer geringfügigen Beschäftigung – Minijob – nicht mehr als EUR 400 im Monat verdienen und nicht selbst Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenkasse sein. Auch Besserverdienende oder Beamte, die von der Versicherungspflicht befreit sind, können sich nicht über den Partner mitversichern lassen. Familienangehörigen, die hauptberuflich eine selbständige oder freiberufliche Tätigkeit ausüben, steht die Familienversicherung ebenfalls nicht offen.

Altersgrenzen bei Kindern

Prinzipiell können Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres mitversichert werden. Ist das Kind nicht erwerbstätig sogar bis 23 Jahren. Befindet sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung kann eine Krankenversicherung über die Eltern bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres möglich sein, Hat das Kind Wehr- oder Zivildienst geleistet, sogar länger. Aber auch hier gibt es die Einkommensgrenzen. Behinderte Kinder werden ohne Altersgrenze mitversichert, wenn sie nicht selbst für ihren Unterhalt sorgen können und die Behinderung eingetreten ist, als das Kind familienversichert war.

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