Mit dem GPS-Schuh dem Alzheimer-Patienten auf der Spur

Immer mehr ältere Menschen erkranken an der Alzheimer-Demenz. Vor allem im Anfangsstadium gehen die Betroffenen buchstäblich verloren, weil sie die Orientierung verlieren. Mit dem GPS-Schuh bleibt man ihnen auf der Spur.

Anzeige / Inserat

Die Überalterung unserer Gesellschaft birgt nicht nur wirtschaftliche Risiken. Auch für den Einzelnen ist das Alter mit Schwierigkeiten verbunden. Ein Zipperlein jagt das nächste. Trotzdem können viele Senioren noch alleine leben. Schwierig wird es meist dann, wenn die geistigen Fähigkeiten der älteren Menschen nachlassen oder sie gar an einer Alzheimer-Demenz erkranken.

Zeitlich und örtlich desorientiert

Eine Alzheimer-Demenz beginnt meist schleichend und anfangs unbemerkt. Das Kurzzeitgedächtnis nimmt ab. Da ist ein Schlüssel nicht mehr auffindbar, der Geldbeutel ist weg oder die Fernbedienung verschollen. Mit zunehmender Verschlechterung kommt es dann zu einer zeitlichen, aber auch örtlichen Desorientierung. Die Betroffenen verlassen ihre Wohnung, wissen dann aber plötzlich nicht mehr wann sie gegangen sind und – schlimmer – wo sie sind. Die Angehörigen machen sich dann natürlich schlimme Sorgen. Und leiten häufig sogar eine polizeiliche Fahndung ein.

Elektronischer Zaun für Kranke

Jetzt hatte der GPS-Hersteller GTX Corp. in den USA eine pfiffige Idee. Ganz wie in alter Agenten-Manier wird in den Absatz eines Schuhes ein GPS-Empfänger eingebaut. Ähnlich wie bei Fußfesseln kann hier dann eine Art elektronischer Zaun eingerichtet werden. Verlassen die dementen Angehörigen diese Grenze, können sie anhand des GPS geortet werden. In Deutschland ist das System, dass um die 200 Euro kosten wird noch nicht erhältlich. Bewährt es sich aber in den USA ist es durchaus möglich, dass diese Einrichtung auch bei uns eingeführt wird. Selbstverständlich wird das dann aber erst einmal ein Privatvergnügen für besorgte Angehörige sein. Ein Einsatz in Pflegeheimen ist aber sicher auch denkbar.


Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...