Missbrauch von Krankenkassenkarten wird eingedämmt

Kartenmissbrauch gibt es nicht nur bei der Bankkarte. Nein, auch bei der Krankenkassenkarte kommt es zum Betrug. Um diesen einzudämmen, ergreift die erste Krankenkasse Maßnahmen.

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Man glaubt ja kaum, auf was die Menschen alles kommen. Versicherungsbetrug mit der Versicherungskarte der Krankenkasse. Wie das geht? Ganz einfach: Da kommt ein Mann mit seiner Krankenkassenkarte ins Krankenhaus. Für mehr als 4.000 Euro lässt er sich operieren. Kein Thema, er hat ja die Karte und weist sich damit als Versicherter einer gesetzlichen Kasse – in diesem Fall der AOK – aus. Aber während des Klinikaufenthaltes des einen geht noch ein anderer Kranker mit der gleichen Krankenkassenkarte zum Arzt. Es kommt raus: Der Op-Patient hatte mit der Karte seines Freundes und dessen gefälschter Unterschrift im Krankenhaus „eingecheckt“. Der Betrug flog auf.

Volkswirtschaftlicher Schaden hoch

Nun sind solche Einzelfälle natürlich ärgerlich, sie machen den Versicherern in der Summe aber echtes Kopfzerbrechen. Zumal es neben den Kleinkriminellen zwischenzeitlich sogar organisierte Verbrecherbanden es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit gestohlenen Versicherungskarten den großen Reibach zu machen. Geschätzte Verluste und ein volkswirtschaftlicher Schaden von ca. einer Milliarde Euro jährlich sind wohl die Regel. Aber wie will man den Betrügern Einhalt gebieten? Eine Möglichkeit ist z. B. die Einführung der Gesundheitskarte, die mit einer PIN (ähnlich wie bei der Bankkarte) geschützt sein soll.


Die elektronische Gesundheitskarte kommt

Demnächst soll die elektronische Gesundheitskarte nun auch tatsächlich kommen. Allerdings nur auf freiwilliger Basis. Um die Betrügereien nun aber auch unabhängig von der neuen Kartengeneration eindämmen zu können, hat die Techniker Krankenkasse erste Schritte angekündigt. So wird z. B. nach dem Ausstellen einer neuen Krankenkassenkarte die alte Karte gesperrt. Das kann dann der Fall sein, wenn die Karte abgelaufen ist oder als gestohlen oder vermisst gemeldet wird. So können zumindest „alte“ Karten nicht mehr missbräuchlich zum Erschleichen von medizinischen Leistungen für lau benutzt werden.

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