Minderungspflicht

Definition:  Minderungspflicht: Die Pflicht eines Geschädigten, im Versicherungsfall die Regulierungskosten bzw. Schadenskosten gering zu halten.

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Ein Unfall ist immer großer Mist. Da passt der Hintermann nicht richtig auf und schon fährt er an der roten Ampel auf den Vorderwagen auf. Die Schuldfrage ist klar, das bestätigt auch die gerufene Polizei. Trotzdem ist der Ärger für das Opfer groß, schließlich muss man in die Werkstatt. Man ist ohne Auto und hat die Rennerei. Wichtig und nicht zu vergessen ist die Minderungspflicht des Unfallopfers.

So günstig wie möglich
Das Unfallopfer ist nach der deutschen Rechtsprechung gehalten, die Kosten für die Schadenminderung gering zu halten. Das bedeutet, dass man sich selbst als Maßstab nehmen sollte, wenn man den Schaden regulieren lässt. Als Unfallopfer muss man bei der Reparatur oder anderen entstehenden Folgekosten (z. B. Mietwagen) so handeln, als müsse man selbst bezahlen. Man darf die Kosten also nicht unnötig in die Höhe treiben. Außerdem muss jede Verschlimmerung des Schadens verhindert werden.

Minderungspflicht in der Gebäudeversicherung
Ein gutes Beispiel bei der Schadensminderungspflicht gibt es in der Gebäudeversicherung, dort ist in der Regel ein Hagelschaden versichert und wird auch von den Versicherungen bezahlt. Hat der Hagel beispielsweise ein Fenster stark beschädigt so dass Regenwasser in ein Zimmer eindringen kann, ist der Versicherungsnehmer dazu verpflichtet den Eintritt von Regenwasser so gut wie möglich zu verhindern, in dem er zum Beispiel das Loch abdichtet, wenn auch nur behelfsweise.


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