Mifid 34c reicht für Investmentvermittlung

Am 1. November 2007 wird die Mifid in Deutschland eingeführt. Auch diese Richtlinien haben noch sehr viele Lücken und beschäftig Bankberater, die zukünftig Provisionen offenlegen müssen. Für Investmentvermittler reicht nun doch die Erlaubnis nach dem 34c nachdem zuvor andere Meldungen im Umlauf waren.

Anzeige / Inserat

Nach der Eu Vermittlerrichtlinie kommt nun zum 1. November 2007 die Mifid. Die Mifid ist eine Richtlinie für die Finanzmärkte und soll auch den Anlegerschutz stärken und vor allem die Kosten für die Finanzberatung öffentlich machen. Irgendwie hat man allerdings den Eindruck dass über dies Gesetz viel Unsicherheit unter den Finanzberatern herrscht. Die Mifid sollte eine Art Grundgesetz für die Finanzwelt sein aber genauso wie die EU Vermittlerrichtlinie für Versicherungsvermittler hat auch die Mifid so einige Lücken.

Kosten offen legen

Die Mifid verpflichtet die Banken Kosten für Provision und Gebühren für den Kunden offen zulegen. Der Kunde soll demnach darauf hingewiesen werden, dass Finanzberater für seine Beratung auch Provision bekommt. Die Provisionen in dem Bereich werden als Kickback bezeichnet und damit ist im Prinzip der Ausgabeaufschlag gemeint. Bisher haben Bankberater in der Regel dem Kunden verschwiegen, dass er dafür Provision bekommt, dies muss er zukünftig machen außer dann, wenn die Provision die Qualität dieser Dienstleistung verbessert und dies auch dem Kunden offen mitgeteilt wird. Nicht verstanden oder? So geht es vielen, diese Ausnahmeregelung ist sehr schwammig formuliert und wer legt fest, wie dies ausgelegt wird, diese Frage können wohl nur Gerichte klären.

Best Advice gibt es bei Mifid nicht

In der EU Vermittlerrichtlinie gibt es für die Makler bei der Kundenberatung ein *best advice*, was soviel bedeutet dass dem Kunden die besten 5 Angeboten angeboten werden müssen, was übrigens auch sehr oft umgangen wird. So eine Regel hat die Mifid nicht!! Dass der Kunde viel Geld sparen kann, wenn er zum Beispiel direkt an der Börse kauft oder über einen Internet Anbieter muss der Kund ja nicht unbedingt erfahren. Momentan noch ungeklärt ist auch bei Verletzung der Vorschriften ab dem 01.11.2007 ob dies dem Kunden zivilrechtlichen Schutz bietet oder eben nur, dass die Bafin den Anbieter rügt. Für die Vermittler von Investmentfonds gab es in den letzten Tagen auch erhebliche Unsicherheiten, denn zuerst wurde öffentlich gemacht, das Vermittler zukünftig für die Vermittlung den 34 c erweitern müssten. Dabei ging es um eine zusätzliche Anmeldung beim Gewerbeamt und Kosten von etwa 600 Euro. Kurz vor der Einführung wurde nun aber mitgeteilt, dass Vermittler doch keine Erweiterung des 34 c benötigen. Dies scheint wohl nur für Honorarberater zu gelten, allerdings bedarf es auch da noch einer klaren Aussage des Bundesfinanzministeriums.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...