Meine private Krankenversicherung kündigen – Information

Eine private Krankenversicherung zu kündigen sollte gut überlegt sein, denn einiges ist vor einer Kündigung dringend zu beachten um nicht ohne einen Krankenversicherungsschutz plötzlich zu sein oder nach Jahren zu merken dass man sich falsch entschieden hat.

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Durch die Beitragserhöhungen zu Beginn des Jahres denken viele daran ihre private Krankenversicherung zu kündigen, weil die Erhöhungen doch teilweise sehr drastisch ausgefallen sind.
Doch man sollte auf keinen Fall seine private Krankenversicherung überhastet kündigen sondern dies muss gut überlegt sein. Ein wichtiger Punkt ist eine schriftliche Bestätigung des neuen Versicherungsunternehmens bei der man zukünftig seine private Krankenversicherung hat. Oftmals denkt man dass keine gesundheitlichen Beschwerden vorliegen doch dann wird der neue Antrag beispielsweise wegen Rückenschmerzen vor 2 Jahren abgelehnt und man steht ohne Versicherungsschutz da.

Versicherungsjahr und Kalenderjahr

Zuerst sollte auch mal abgeklärt sein zu welchem Termin überhaupt gekündigt werden kann. Dabei ist das Versicherungsjahr und das Kalenderjahr in der Regel zu unterscheiden. Viele der Versicherer überführen das 1. Versicherungsjahr am 31.12. in das Kalenderjahr. Dann kann eine Kündigung der privaten Krankenversicherung spätestens 3 Monate vor Ende des Kalenderjahres (31.12.) erledigt werden. Bei einigen Krankenversicherungen bleibt aber das Versicherungsjahr, dies bedeutet 12 Monate nach dem Monat des Vertragsbeginns aber auch da muss die Kündigung spätestens 3 Monate vor Ende des Versicherungsjahres bei dem Versicherer auf dem Tisch liegen. Ebenso wichtig ist die Dauer bei der man in der bestehenden Krankenversicherung schon versichert ist. Wer beispielsweise schon 10 Jahre bei der gleichen Krankenversicherung ist und unbedingt wechseln will würde die ganzen Altersrückstellungen verlieren. Da sollte in die Überlegung mit einbezogen werden dass ab 2009 für 6 Monate es möglich ist die Altersrückstellungen im Rahmen des Basistarifs zum neuen Versicherer mitzunehmen.

Niedrige Beiträge sind oft Lockangebote

Abschließend ist noch zu erwähnen dass man sich nicht von niedrigen Beiträgen bei anderen Krankenversicherung blenden lassen sollte. Oft werden solche Angebot ausschließlich zur Kundengewinnung eingeführt und die Beiträge steigen jährlich dann überproportional an und nach einigen Jahren stellt man fest sich damals doch für die falsche Krankenversicherung entschieden zu haben. Um diesen Fehler nicht zu machen sollte fachmännischer Rat eingeholt werden und da inzwischen im Beratungsprotokoll vieles festgehalten wird was der Vermittler dem Kunden empfiehlt hat der Kunde auch mehr Rechtssicherheit, denn eine Falschberatung ist mit dem Protokoll auch nach Jahren noch nachweisbar.


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