Meine PKV wird teurer

Einige haben die Mitteilung mit der Beitragserhöhung schon erhalten, wird meine PKV teurer stellt sich für einige die Frage nach Alternativen.

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Die private Krankenversicherung (PKV) wird teurer, das betrifft vor allen Dingen die Neukunden, doch einige Krankenversicherungsunternehmen erhöhen auch die Beiträge für Bestandskunden. Bei Neukunden liegt es zum Teil an den neuen Unisex Tarifen, die ja noch in diesem Monat eingeführt werden müssen. Bei den Bestandskunden wird die Beitragserhöhungen für die PKV vor allen Dingen mit den gestiegenen Kosten im Gesundheitswesen begründet, doch auch der Rechnungszins könnte demnächst für einige Beitragserhöhungen verantwortlich sein.

Beitragserhöhungen für die Bestandskunden

Teilweise sind die Briefe schon verschickt, wie zum Beispiel bei der AXA Krankenversicherung, bei der die Erhöhung allerdings kaum der Rede wert wart. Der Tarif AXA Vital 750 wurde in meinem Fall nur unwesentlich teurer, etwas weniger als 2 Euro monatlich. Neben der AXA hat noch die Inter Krankenversicherung die Beiträge für Bestandskunden erhöht. Je nach Tarif sind die Beitragsanpassungen schon schmerzhaft und für einige sind die Beiträge schon fast nicht mehr bezahlbar.

Der Rechnungszins macht die PKV teurer

Derzeit liegt die Mindestverzinsung in der PKV bei 3,5 Prozent, da dieser Zinssatz (bei der Lebensversicherung liegt er nur noch bei 1,75%) zu hoch ist, wollen einige Krankenversicherer den Rechnungszins zum Jahresende senken. Bisher haben sich die Debeka, Universa, Continental und die HUK dafür ausgesprochen den Zins zum Jahresende auf 2,75 % abzusenken aber auch einige andere PKV Gesellschaften denken darüber nach den Rechnungszins zu senken. Die geringe Verzinsung am Kapitalmarkt wird über kurz oder lang alle Krankenversicherer dazu zwingen den Rechnungszins abzusenken.

Hintergrund:

Die Beiträge der Privatversicherten werden am Kapitalmarkt angelegt, unter anderem für die notwendigen Altersrückstellungen. Um die vertraglich zugesagten Altersrückstellungen zu erreichen, müssen die Versicherer die Beiträge erhöhen. Experten reden bei einer Absenkung des Rechnungszinses um 0,1 Prozent von einer Beitragserhöhung von 0,8 Prozent. Da der Rechnungszins von 3,5 auf 2,75 Prozent abgesenkt werden soll, entspricht das eine Beitragserhöhung um rund 6 Prozent.

Alternativen nach einer Beitragserhöhung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf eine Beitragserhöhung zu reagieren aber das kommt sicherlich auch darauf an, wie hoch der Beitrag steigt. Wer den Beitrag nicht mehr zahlen kann oder will, der sollte zuerst bei seiner Krankenversicherung nachfragen, wie hoch der Beitrag ist bei einem Tarifwechsel. Natürlich sollten Sie darauf achten keine geringeren Leistungen zu vereinbaren. Neben dieser Möglichkeit bleibt noch eine Erhöhung der Selbstbeteiligung, nur das führt in der Regel dazu, dass man noch weniger zum Arzt geht. Die letzte Möglichkeit ist der Wechsel zu einer anderen PKV. Dazu müssen Sie zum einen gesund sein und auch abwägen ob ein eventueller Verlust Ihrer Altersrückstellungen zu verkraften ist.


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