Mehr Therapien für Kinder durch Smartphones

Immer mehr Kinder und Jugendliche gehen zum Therapeuten. Im ersten Quartal diesen Jahres haben Kinder- und Jugendärzte wieder mehr Therapie-Rezepte ausgestellt. Ist das Handy schuld? Von Ergo bis Logo Standen früher die Kinder unter Druck, weil sie terminmäßig mit Musikunterricht, Sportangebot und Schule ausgelastet waren, stehen heute bei vielen Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie auf […]

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Immer mehr Kinder und Jugendliche gehen zum Therapeuten. Im ersten Quartal diesen Jahres haben Kinder- und Jugendärzte wieder mehr Therapie-Rezepte ausgestellt. Ist das Handy schuld?
Happy child with bunny pet at home in garden

Von Ergo bis Logo

Standen früher die Kinder unter Druck, weil sie terminmäßig mit Musikunterricht, Sportangebot und Schule ausgelastet waren, stehen heute bei vielen Ergo- und Physiotherapie sowie Logopädie auf dem Programm. Ursächlich hierfür sind vermutlich auch die Bedingungen, unter denen Kinder heutzutage aufwachsen. Vor allem die Mediennutzung und der Gebrauch von technischen Gadgets stehen hier im Blickpunkt. Das zeigt auch die kürzlich veröffentlichte repräsentative Umfrage der KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) 2014: Über 80 Prozent der 6- bis 13-Jährigen haben der Studie zufolge Computererfahrung. Mehr als ein Drittel verfügt über eigene Geräte, der Großteil (63 Prozent) nutzt den Computer oder das Tablet der Familie mit. Fast 60 Prozent der Heranwachsenden sind mobil erreichbar, jedes vierte Kind besitzt inzwischen sogar ein Smartphone.
happy Family in front of their home

Zwischen Angry Birds und Whats App

Kein Wunder brauchen immer mehr Heranwachsende eine Sprachtherapie. So wurden in diesem Jahr insgesamt 658.208 Heilmittelverordnungen für Unter-15-Jährige ausgestellt. Besonders häufig erhalten die Heranwachsenden Rezepte für Sprachtherapie, allein im ersten Quartal rund eine Viertelmillion (247.883). Im Vorjahr waren es von Januar bis März insgesamt 622.322 Rezepte, davon 233.643 für Sprachtherapien. Der Blick in die Statistik des Gesamtjahres 2013 zeigt: Inzwischen erhalten drei von zehn Kindern und Jugendlichen ein Heilmittelrezept.
Family cycling in summer in rural landscape

Fahrrad und Fußball

Zwar kann man dem sogenannten entwicklungsverzögerten Nachwuchs therapeutisch oft gut helfen. Trotzdem ist aber Vorsorge besser als Nachsehen. So sollten Eltern die kostenlosen U-Untersuchungen, die eine altersgerechte Entwicklung der lieben Kleinen überprüfen, regelmäßig in Anspruch nehmen. Viele gesetzliche Versicherer bieten für Jugendliche später J-Untersuchungen an. Fahrad und Fußball, statt virtueller Spielespaß können auch nicht schaden.

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