Mehr Kündigungen von Lebensversicherungen
Die Anzahl der Kündigungen von Lebensversicherungen hat sich im Jahr 2006 erhöht. Der Storno bei den Versicherungsgesellschaften und bei den Käufern von Lebensversicherungen ist im Jahr 2006 wohl um einiges mehr geworden.
Nach Angaben des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ( GDV ) wurden im Jahr 2006 insgesamt Lebensversicherungen mit einem Wert von
12,2 Milliarden Euro storniert.
Rechnet man die Lebensversicherungen hinzu, die im Jahr 2006 vom Zweitmarkt für Lebensversicherungen aufgekauft wurden in Höhe von 1,1 Milliarden Euro, ergibt dies ein Gesamtvolumen in Höhe von 13,3 Milliarden Euro.
Der Vorstandsvorsitzende des Marktführers Cashlife, Herr Stefan Kleine-Depenbrock sieht den Grund dieser hohen Stornoquote bei der
Lebensversicherung in der mäßigen Verzinsung.
Und er betont auch, dass die Versicherungsgesellschaften ihre Überschussbeteiligung deutlich anheben sollten um den Versicherungsnehmern ein Produkt zu bieten, dass mit dem Kapitalmarkt konkurrieren kann.
Dabei wird auch nochmal angesprochen, dass es besonders schmerzhaft ist, dass die Politik im neuen Versicherungsvertragsgesetz eine Hinweispflicht für Versicherer nicht mit aufgenommen hat und eigentlich damit den Verbrauchern einen Bärendienst erwiesen hat.
Der Hintergrund ist, dass in der Regel ein Verkauf der Lebensversicherung, dem Versicherungsnehmer zum einen mehr Geld bringt als eine Kündigung bei der Versicherungsgesellschaft und zum anderen der Kunde meist noch einen beitragsfreien Todesfallschutz weiterhin hat.
In Deutschland ist diese Möglichkeit nur wenigen bekannt, deshalb wäre eine Hinweispflicht für den Verbraucher nur positiv gewesen und es ist eigentlich nicht verständlich warum dies in Deutschland nicht geht. Schaut man nach England ist es dort schon längst Pflicht den Verbraucher darauf hinzuweisen, dass er auch seine Lebensversicherung verkaufen kann.
Deshalb wissen in England etwa 80 Prozent der Bevölkerung von dieser Möglichkeit, in Deutschland dürfte es grad mal bei 20 Prozent liegen.
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