Medizinischer Dienst Krankenkassen (MDK)

Definition:  Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) berät gesetzliche Pflege- und Krankenversicherungen

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Den medizinischen Dienst kennt man hauptsächlich im Zusammenhang mit alten Menschen und deren Pflegestufenbewertung. Hier kommt dann eine nette Dame zu Besuch, stellt Fragen, guckt sich um und entscheidet dann, welche Pflegestufe für Oma oder Opa in Frage kommt.


Im Fokus: Wirtschaftlichkeit

Dabei ist das beileibe nicht der einzige Bereich, indem der MDK tätig ist. Insgesamt ist er eine beratende Instanz für Kranken- und Pflegekassen, der die Versicherungen im Hinblick auf Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und ausreichende Versorgung der Versicherten unterstützt. So sind die Aufgaben weit gefächert. Der MDK berät bei Fragen zur Arbeitsunfähigkeit, der Verordnung von Medikamenten, Verband-, Heil- und sonstigen Hilfsmitteln, der Verweildauer von Patienten in Kliniken, der Notwendigkeit von häuslicher Pflege, bei der Reha, der Qualitätssicherung, der Krankenhausplanung, ja sogar bei Fragen zu Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und von Vergütungssystemen. Im Bereich der Pflegeversicherung geht es meist um die generelle Überprüfung der Pflegebedürftigkeit, der Einteilung in die einzelnen Pflegestufen (z. B. von Oma und Opa), Pflegeleistungen selbst und auch wieder um Prävention und Reha.

Umfangreiche Beratung

In den meisten Bundesländern ist der MDK eine eigenständige Arbeitsgemeinschaft, deren Kosten auf die verschiedenen Krankenkassen verteilt werden. Ihre Aufgaben sind lediglich beratender Natur und müssen keinesfalls befolgt werden. Die Behandlung von Patienten oder eine Einmischung in die Therapie ist dem MDK nicht erlaubt.

Medizinischer Dienst MDK


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