Medizinische Rehabilitation – Leistungsträger

Einen Antrag auf Leistungen der medizinischen Rehabilitation kann man bei verschiedenen Kostenträgern stellen. Je nach Art der Leistung, Ursache der Erkrankung und Versichertenstatus klären die Kostenträger dann untereinander, wer für die Kostenübernahme zuständig ist.

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Nicht nur die gesetzliche Krankenversicherung oder die gesetzliche Rentenversicherung sind für die Kostenübernahme einer Rehabilitations-Leistung zuständig, auch andere Institutionen können Leistungen übernehmen. Stellt man einen Antrag, so werden die Kostenträger die Übernahme der Leistungen grundsätzlich untereinander klären.

Leistungs- und Kostenträger

Zu den Leistungs- bzw. Kostenträgern gehören die gesetzliche Krankenversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung, die Kriegsopferfürsorge, die Sozialhilfe, die Beihilfe und die private Krankenversicherung. Zuständig ist die gesetzliche Krankenversicherung nur dann für medizinische Leistungen der Rehabilitation, wenn andere Träger nicht vorrangig zur Leistung verpflichtet sind. Zielgruppe der Krankenversicherung sind hauptsächlich Kinder und Jugendliche, Hausfrauen und ältere Menschen. Seit April 2007 dürfen nur noch Ärzte mit einer speziellen Zusatzqualifikation überhaupt noch Rezepte für Rehabiliationsmaßnahmen verschreiben, welche man bei der kassenärztlichen Bundesvereinigung erfragen kann.


Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Angestellte erhalten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in der Regel von der gesetzlichen Rentenversicherung. Unter bestimmten Voraussetzungen in die Rentenversicherung auch zuständig für Kinderheilbehandlung, Krebsnachbehandlungen für Versicherte und je nach Fall auch für Rentner und deren Angehörigen. Auch Präventionsleistungen für Versicherte können von der Rentenversicherung gezahlt werden. Bei Wegeunfällen, Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten tritt die gesetzliche Unfallversicherung für die Rehabilitation ein. Ebenso so gilt dies für Kinder, die Schule oder Kindergarten oder andere Bildungsstätten besuchen.

Kostenträger Kriegsopferfürsorge

Wenn gesundheitliche Schäden durch den Kriegsdienst, Wehrdienst oder Zivildienst eintreten, so ist die Kriegsopferfürsorge der zuständige Kostenträger. Ebenso auch bei Gesundheitsschäden, die unter das Häftlingsgesetz, das Gesetz über die Unterhaltshilfe für Angehörige von Kriegsgefangenen und das Gesetz über die Entschädigung von Opfer für Gewalttaten fallen. Ist ein Mensch dauerhaft körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigt, so ist die Sozialhilfe zuständig für die medizinische Rehabilitation. Eine eigenständige Krankenfürsorge für Beamten stellt die Beihilfe darf, wobei der Anteil der Beihilfe an den Aufwendungen für die Rehabilitation von den Bemessungsgrundsätzen des Beihilfeberechtigten abhängt. Durch die private Krankenversicherungen werden regulär keine Kosten für Rehabilitationsleistungen übernommen, es sei denn, man hat einen zusätzlichen Vertrag hierfür abgeschlossen.

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