Medikamenten Zuzahlung erhöht

Die gesetzliche Krankenversicherung wird für Patienten nicht nur teurer wenn der Beitragssatz erhöht wird auch bei der Zuzahlung für Medikamente müssen Patienten in der Apotheke wieder für über 3000 Arzneimittel eine Zuzahlung bezahlen, die vorher frei waren.

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Heimlich still und leise ist die Zuzahlung bei vielen Medikamenten zum 01.06.2008 erhöht worden. Gesetzlich Versicherte werden es wohl erst in der Apotheke spüren, dass insgesamt bei knapp 3.100 Medikamenten, die vorher ohne Zuzahlung erhältlich waren, nun bezahlt werden muss. Bei 6.600 rezeptpflichtigen Medikamenten müssen nun gesetzlich Versicherte zuzahlen und die Anzahl der freien Medikamente ohne Zuzahlung beträgt zwar immer noch knapp 8.000 aber sie werden immer weniger.

Zahlen sind bestätigt

Die Zahlen der Medikamente wurden vom Branchenverband Pro Generika und dem Apothekerverband ABDA bestätigt. Pro Generika sieht auch die Schuld für die höhere Belastung der Bürger an den gesetzlichen Vorschriften. Dabei gibt es wohl ein komplexes System an Festbetrag Gruppen und Preisobergrenzen mit dem die vormalige Bundesregierung eine weitere Erhöhung der Medikamenten Preise verhindern wollte. Dabei sollen Medikamente mit der gleichen Wirkung in einer Gruppe zusammen gefasst werden und dann auch nur eine Preisobergrenze haben.

Medikamente von der Zuzahlung befreit

Innerhalb dieser Grenzen sind Medikamente von der Zuzahlung befreit, eine Zuzahlung muss nur dann geleistet werden wenn Medikamente von den Herstellern mit einem höheren Preis ausgezeichnet sind. Nun wurden am 1.6.2008 für 3100 Medikamente die Obergrenzen gesenkt aber die Hersteller haben den Preis gleich gelassen und so rutschen diese Medikamente aus den grenzen. Man muss es nicht wirklich verstehen man muss nur wissen dass man nun zusätzlich für über 3000 Medikamente, die vorher nichts gekostet haben, in der Apotheke was bezahlen muss. In einem Artikel in der Welt steht interessantes zu den Herstellungskosten und dem schlussendlichen Verkaufspreis: Der Bluthochdruck Wirkstoff Ramipril 1A hat einen Hersteller Abgabepreis von nur 0,04 Euro. Für dieses Mittel muss man in der Apotheke inklusive der Mehrwertsteuer 9,70 Euro bezahlen. Allein die Mehrwertsteuer ist um 40 Mal höher als der Preis, den das Medikament hat, wenn es die Fabrik verlässt. Der Treiber der Arzneimittelausgaben war im Jahr 2007 der Gesetzgeber, klagt der Pharma-Verband VFA an.

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