Medikament selber wählen durch das neue Arzneimittelrabattgesetz

Das Medikament selber wählen ist durch das neue Arzneimittelrabattgesetz im gewissen Rahmen möglich aber nun streiten Krankenkassen und Apotheken und eine gesetzliche Kasse rät ihren Mitgliedern sogar davon ab.

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Es ist eigentlich eine gute Nachricht, was das neue Arzneimittelrabattgesetz mit sich bringt. Man geht zum Arzt und bekommt ein Rezept aber wenn man dann in der Apotheke ist, bekommt man ein ganz anderes Medikament als das was man bereits kennt und was auch gewirkt hat. Viele gesetzlich Versicherte kennen dass, wenn man beim Arzt nachfragt, heißt es dort dass dieses neue Medikament ja den gleichen Wirkstoff hat wie das andere.

Medikament auswählen

Durch das neue Arzneimittelrabattgesetz können nun Patienten in der Apotheke das Medikament verlangen, dass sie vorher bekommen haben. Dafür müssen sie erst mal das Medikament komplett bezahlen und bekommen dann von der Krankenkasse etwas zurückerstattet. Gesetzlich Versicherte müssen auf bestimmte Medikamente verzichten, weil die Kassen mit den Herstellern Rabatte für bestimmt Medikamente ausgehandelt haben.

Apotheken und Krankenkassen streiten

So weit so gut aber nun streiten Apotheken und Krankenkassen über das Verfahren und die Konsequenzen. Unklar ist welches Medikament die Patienten in der Apotheke fordern dürfen und ebenso unklar ist noch was die Kassen dann dem gesetzlich Versicherten erstatten. Der Vorsitzende im Verband der Ersatzkassen Thomas Ballast hat die Patienten davor gewarnt sich in der Apotheke ein teures Medikament aufschwatzen zu lassen. Erwidert wurde das vom Vorsitzenden des Deutschen Apothekerverbandes Fritze Becker der Thomas Ballast gewollte Provokation vorwirft.

Krankenkassen können keine Auskunft geben

Thomas Ballast hatte den Patienten dazu geraten erst bei der Kassen abzuklären was das Medikament den Patienten schlussendlich kosten wird. Einen Tag vorher hatte der Verband der Ersatzkassen jedoch mitgeteilt dass es überhaupt noch nicht möglich sein, den Patienten eine Auskunft zu geben wie teuer das Medikament wird, daraufhin wurde Ballast Desinformation vorgeworfen und auch den Kassen wurde vorgeworfen, noch nicht einmal die wichtigen Verwaltungspauschalen berechnet zu haben. Die Deutsche BKK hat ihren Mitgliedern davon abgeraten, in der Apotheke ein anderes Medikament zu verlangen, da diese Medikament nur teuer seien und keinen Zusatznutzen bringen.

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