Malusdatei

Definition:  Malusdatei besser bekannt als schwarze Liste der Versicherungsunternehmen

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Auf diese Datei haben alle Versicherungen Zugriff. Hier werden „schlechte“ (malus lateinisch für böse) Daten gesammelt, die die Versicherungsunternehmen davor schützen sollen, dass ein Versicherter falsche Informationen zum Nachteil der Gesellschaft machen kann.

Folgen für den Antragsteller
Wer beispielsweise eine Krankenversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will und bei dem Versicherungsunternehmen einen Antrag stellt, sollte dies sicherheitshalber über einen Makler tun. Denn wenn die Gefahr besteht abgelehnt zu werden, sollte man über den Makler dann gleich bei mehreren Gesellschaften eine Anfrage stellen. Macht man dies nur bei einer Gesellschaft und wird abgelehnt, geht dies in der Regel in die schwarze Liste und wird dann bei einer anderen Versicherung angefragt, lehnen die automatisch ab wenn sie einen Blick in die Malus Datei werfen.

Das steht drin
Gesammelt werden hier persönliche Daten wie Name und Anschrift des Versicherten, die Nummer des Versicherungsscheins, das Kennzeichen, die Schadensklasse, Vertragskündigungs- bzw. stronodatum und die Anzahl von Unfällen bzw. Schäden im letzten Versicherungsjahr. Da es die Malusdatei tatsächlich gibt, sollten sich alle Versicherten auch bei einem Versicherungswechsel immer an die Wahrheit bei den eigenen Angaben halten. Wer schwindelt riskiert den Versicherungsschutz bzw. wird gar nicht erst versichert.


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