Magenverkleinerung – wer bezahlt das?

Wer heute abnehmen will, kann entweder Diät halten oder sich unters Messer legen. Aber, die gesetzlichen Krankenversicherer zahlen nicht jeden Eingriff. Einfach eine Magenverkleinerung auf Kassenkosten machen lassen? So leicht geht‘s nicht.

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Dick ist schick? Das galt vielleicht zu Rubens Zeiten. Heute ist nur schlank schön. Wie aber soll man die überflüssigen und oftmals einfach angefressenen Kilos wieder los werden? Diäten sind oft erfolglos. Klar, da passt ja auch so viel rein in den Magen. Kein Wunder nimmt die Zahl der Menschen, die sich den Magen verkleinern lassen laut Krankenkassen-Informationen immer mehr zu. Aber, die zahlen nicht jeden Eingriff. Einfach den Magen auf Kassenkosten verkleinern lassen? So leicht geht‘s nicht.

Angefressen oder schon krankhaft

Weihnachten ist vorbei, Ostern steht vor der Tür. Und was machen wir alle zu diesen Festlichkeiten? Essen! Man hat das Gefühl, je mehr man isst, desto größer wird der Magen. Das ist natürlich Quatsch. Und die paar Pfunde, die man sich mal anfrisst, sind auch schnell wieder weg, wenn man hernach wieder auf die Ernährung achtet. Anders ist das bei Menschen, die unter krankhafter Fettsucht auch Adipositas genannt, leiden. Hier helfen einfach Diäten oft nicht mehr. Viele der Betroffenen legen sich dann unters Messer. Und das werden immer mehr. Bei den DAK-Versicherten nahm die Zahl der Op-Willigen in den letzten zwei Jahren z. B. um 50 Prozent zu.

Erstmal die Ernährung umstellen

Dabei ist es gar nicht so einfach eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung zu erreichen. So muss ein krankhaft Fettleibiger zuerst einmal nachweisen, alle anderen Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung ausprobiert zu haben. Dazu gehören z. B. eine Ernährungsberatung durch einen Ernährungswissenschaftler, die Umstellung der Ernährung, ein Sportprogramm und noch so einiges mehr über die Dauer von sechs bis zwölf Monate. Wichtig ist, die Maßnahmen dokumentieren zu lassen. Erst wenn all die Therapien und Bemühungen nicht zum gewünschten Erfolg führen, muss die Kasse einwilligen. Das sagt auch das Landessozialgericht im Urteil Az.: L 5 KR 101/10.

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