Lebensversicherung Bezugsberechtigter nach Trennung

Nach einer Trennung oder Scheidung wissen viele das man in der Lebensversicherung den Bezugsberechtigten ändern muss, doch was dabei alles passieren kann, wissen sicher die wenigsten.

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In der Lebensversicherung kann man eintragen, wer im Todesfall die Versicherungssumme bekommt. In der Regel ist der Bezugsberechtigte die Ehefrau oder Lebensgefährtin oder auch Familienangehörige. Nun gibt es in Deutschland viele Trennungen und auch Scheidungen sind zahlreich und dann will man oft nicht dass die oder der Ex Partner noch Geld bekommt wenn was passiert. Die Bezugsberechtigung ist recht einfach zu ändern, sofern es nicht unwiderruflich gemacht worden ist. Aber ändert man den Bezugsberechtigten und sagt dem betreffenden nichts davon, ist es möglich dass trotzdem die Ex das Geld bekommt.

Bezugsberechtigung

In einem Bericht schreibt die FTD von einem Mann, der verheiratet war und als Bezugsberechtigten seinen Sohn eingetragen hatte. Dann trennte er sich von seiner Frau und wollte sich scheiden lassen, dabei hat er auch den Namen seiner neuen Lebensgefährtin als Bezugsberechtigte in die Lebensversicherung eintragen lassen und den Sohn gestrichen. Die neue Lebensgefährtin wusste allerdings nicht dass sie nun als Bezugsberechtigte in der LV steht. Der noch verheiratete Mann verunglückte dann tödlich, seine Lebensgefährtin fand im Nachlass die Versicherungspolice und verständigte daraufhin die Versicherung.

Prozess vor dem BGH verloren

Die wollte von der Lebensgefährtin Police und Sterbeurkunde um alles zu überprüfen, allerdings hatten sich in der Zwischenzeit die Ex und der Sohn eingeschaltet und die Bezugsberechtigung widerrufen. Die Lebensgefährtin bekam von der Lebensversicherung daraufhin nichts ausbezahlt, sie klagte deshalb auch bis zum Bundesgerichtshof und hat den Prozess verloren. Wenn die neue Lebensgefährtin das Geld von der Versicherung bekommen hätte, wären die Erben leer ausgegangen. Die Bezugsberechtigung in einer Police sehen Juristen als Schenkung, solange der Begünstigte nichts davon weiß, gilt die Schenkung als nicht vollzogen. Wenn die Versicherung bezahlt, ist die Schenkung realisiert und die Erben haben keine Chance mehr. Es ist bei solchen Konstellationen zu empfehlen, dass sich der neue Bezugsberechtigte schriftlich an die Versicherung wendet und bestätigt dass er von der Bezugsberechtigung weiß, dies ist relativ einfach und sicher.

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