Lebensversicherung Abgeltungsteuer oder Abschlagsteuer

Die Lebensversicherung bekommt durch die Abschlagsteuer oder Abgeltungsteuer ab dem Jahr 2009 wieder einen kleinen Teil ihres Steuerprivilegs zurück.

Die Einführung der Abgeltungsteuer oder Abschlagsteuer im Jahr 2009 hat der Versicherungsbranche wieder ein kleines Steuerprivileg hinsichtlich der Lebensversicherung beschert. Nach dem Jahr 2004 hat die Lebensversicherungsbranche, durch die Streichung der Steuerfreiheit, sichtlich gelitten und hat nun ab 2009 wieder ein Verkaufsargument mit der Tatsache dass die Lebensversicherung von der Abgeltungsteuer verschont bleibt.

Wie wird nun die Lebensversicherung genau besteuert? Wird die Summe komplett ausbezahlt nach Vertragsende muss der Versicherungsnehmer den kompletten Ertrag nach dem persönlichen Steuersatz versteuern außer wenn der Versicherungsnehmer 60 Jahre alt ist und die Lebensversicherung eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren hatte bei der Auszahlung, denn dann muss nur die Hälfte des Ertrags versteuert werden. Wird ein Vertrag als lebenslange Rente ausbezahlt ist die Besteuerungen nur mit dem Ertragsanteil der je nach Alter unterschiedlich ist. Mit 65 Jahren eine lebenslange Rente von 1.000 Euro zu bekommen ist nun mit dem Ertragsanteil von 18 Prozent steuerpflichtig also 180,– Euro.

Bei Kündigung wird Ertrag versteuert
Wird die Lebensversicherung vorzeitig gekündigt ab dem Jahr 2009 wird dann auch die Abgeltungsteuer fällig, allerdings nur von dem Unterschiedsbetrag der ausgezahlten Summe und den bis dahin eingezahlten Beiträgen. Ob nun ab 2009 aber wirklich die Lebensversicherung gegenüber Investmentfonds oder Aktien allein durch die veränderte Besteuerung die bessere Wahl ist darf man durchaus bezweifeln. Die doch teilweise hohen Gebühren bei vielen Lebensversicherungen können den Steuervorteil leicht wieder aufbrauchen. Für den Anleger wird es ab 2009 nur noch schwieriger sich für eine langfristige Anlage zu entscheiden denn durch die Abgeltungsteuer oder Abschlagsteuer kommt mit der Lebensversicherung nun wieder eine andere Alternative dazu ob diese nun gut oder schlecht ist muss der Anleger für sich entscheiden.