Laptop geklaut und die Versicherung bezahlt nicht

Immer mehr Menschen besitzen Laptops. Werden diese geklaut bleibt oft nur der Stress mit der Versicherung, die oft nicht bezahlen wegen grober Fahrlässigkeit.

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Inzwischen besitzen immer mehr Menschen Laptops, da sie transportabel sind und auch irgendwie schick. Wird aber nun ein Laptop geklaut auf einer Geschäftsreise, hat man nicht selten auch Probleme mit der Versicherung. Grobe Fahrlässigkeit hat zu dem Verlust des Laptop geführt, ist oft die Begründung einiger Versicherungen, welche dann die Zahlung verweigern.

Gerichte zeigen wenig Mitleid

Auch Gerichte zeigen da wenig Mitleid und sehen es oft wie die Versicherungen und der ehemalige Laptop Besitzer bleibt auf seinem Schaden sitzen. Das Amtsgericht Tempelhof Kreuzberg ( Az.: 7 C 68/04 ) hat gegen einen Geschäftsmann entschieden, der nur kurz seine Laptop Tasche neben sich auf den Boden stellte, um eine Fahrkarte zu ziehen. Die Versicherung weigerte sich den Schaden von 1.700 Euro zu bezahlen und bekam von dem Gericht recht. Nach Ansicht des Richters sei der Bahnhof Zoo als beliebter Treffpunkt von Dieben hinlänglich bekannt und wer da einen wertvollen Laptop auch nur kurz unbeobachtet lässt, handelt grob fahrlässig.

Laptop nie allein zurücklassen

Auch im Zug darf man nicht kurz die Toilette aufsuchen und seinen Laptop auf dem Platz zurücklassen, auch wenn noch andere Personen im Abteil sind. Der Rat des Gerichts war lediglich bei zukünftigen Besuchen auf der Toilette, das Notebook mitzunehmen (Landgericht Saarbrücken, Az.: 13 AS 83/99). Die Reisegepäckversicherung musste somit nicht bezahlen. Reisende die ihren Laptop dabei haben, sollten diesen nicht auf dem Beifahrersitz liegen lassen, wenn das Auto verlassen wird. Zumindest sollte er unter den Sitz gelegt werden oder in den Kofferraum. Auch hier die Begründung der Richter dass Laptops auf Grund ihres Wertes und ihrer leichten Verkaufbarkeit einen besonderen Anreiz für Diebe sind.

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