Langzeitarbeitslose früher in Rente bis zu 14,4 Prozent weniger

Die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre könnte für Langzeitarbeitslose bedeuten dass sie, unter bestimmten Voraussetzungen, 4 Jahre früher in Rente und Abschläge bis zu 14,4 Prozent auf die reguläre Altersrente in Kauf nehmen müssen.

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Eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion beantwortete die Bundesregierung, mit der Aussage dass Langzeitarbeitslose verpflichtet sind, so früh wie möglich in Rente zu gehen. Dies betrifft Menschen, die nach dem Jahr 1946 geboren sind. Erfüllen diese Menschen ab 63 Jahren die Voraussetzungen für einen vorzeitigen Ruhestand, müssen diese schon ab diesem Alter in Rente gehen.

Mindestens 35 Jahre Beiträge bezahlt

Die Voraussetzungen sind, dass mindestens 35 Jahre Beiträge gezahlt wurden, dann sind Langzeitarbeitslose verpflichtet den Antrag zu stellen. Durch die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, wäre dies 4 Jahre vor dem Bezug der regulären Altersrente. Für jeden Monat, der früher in Rente gegangen wird gibt es allerdings Abschläge von 0,3 Prozent.

Langzeitarbeitslose

So kommen für Langzeitarbeitslose insgesamt Abschläge von 14,4 Prozent in den 4 Jahren zusammen, die sie vor dem 67. Lebensjahr in Kauf nehmen müssen. Eine aufgezwungene Zwangsrente ist wohl nicht vereinbar mit der Anhebung des Renteneintrittsalters und der damit verbundenen Aussage der Regierung, dass eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit unabdingbar ist. Bei Abschlägen von 14,4 Prozent auf eine nicht sehr üppige Rente, dürfte wohl eine Altersarmut vieler Menschen in Deutschland beschleunigen.

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