Kurzarbeitergeld kann Einkommensteuer erhöhen

Durch den Progressionsvorbehalt können Bezieher von Kurzarbeitergeld mehr Einkommensteuer bezahlen.

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Derzeit schicken viele Firmen ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit, denn dann zahlt die Bundesagentur für Arbeit als Ausgleich für den verminderten Lohn Kurzarbeitergeld an die betroffenen Mitarbeiter aus. Das Kurzarbeitergeld ist für den Arbeitnehmer natürlich steuerfrei aber das Kurzarbeitergeld steht unter dem Progressionsvorbehalt. Dies bedeutet dass Kurzarbeitergeld für die Höhe des steuerpflichtigen Einkommens berücksichtigt wird.

Einfach erklärt:

Das Kurzarbeitergeld bleibt steuerfrei das übrige Einkommen wird mit einem höheren Steuersatz versteuert. Kleines Beispiel:
Ein Arbeitnehmer Single würde dieses Jahr ein zu versteuerndes Einkommen von 20.000 Euro verdienen und würde noch Kurzarbeitergeld in Höhe von 10.000 Euro in der Steuererklärung angeben. Da das Kurzarbeitergeld die Progression erhöht zahlt der Single für das zu versteuernde Einkommen statt 13,8 Prozent nun 19 Prozent. Im oben genannten Fall würde der Mann dann über 1000 Euro mehr an Steuern bezahlen durch das Kurzarbeitergeld.

Größere Steuerbelastung

Wer also Kurzarbeitergeld bezieht muss damit rechnen eine größere Steuerbelastung zu haben, auch bei Ehepaare wo nur einer davon Kurzarbeitergeld bekommt, ist eine höhere Steuerlast möglich, je nachdem wie hoch der Verdienst des Partner ist, der kein Kurzarbeitergeld bezieht. Wer über 410 Euro im Jahr Kurzarbeitergeld bezieht ist zu einer Einkommensteuererklärung verpflichtet.

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