Kurzarbeit – Wie funktioniert das

Was ist eigentlich Kurzarbeit ud Kurzarbeitergeld wie funktioniert das überhaupt? In Zeiten der Wirtschaftskrise greifen immer mehr Betriebe auf diese Möglichkeit zurück, um nicht gleich Mitarbeiter entlassen zu müssen.

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Immer mehr Firmen in Deutschland sind gezwungen auf das sozialstaatliche Angebot der Kurzarbeit zurück zu greifen, um nicht sofort Mitarbeiter entlassen zu müssen. Dies verunsichert die Arbeitnehmer, denn viele wissen gar nicht genau, was auf sie zukommt. Grundsätzlich gilt, dass der Begriff Kurzarbeit einen geplanten Arbeitsausfall beschreibt, der die Unternehmen von Lohnkosten entlasten soll, daher wird das Kurzarbeitergeld auch anstelle von Lohn gezahlt.

Drei verschiedene Formen von Kurzarbeit

Es gibt drei verschiedene Formen von Kurzarbeit, so spricht man zum einen von saisonaler Kurzarbeit, wenn bestimmte Branchen, wie zum Beispiel das Baugewerbe, im Winter ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Dann gibt es die Transfer-Kurzarbeit, auch Kurzarbeit Null genannt, die dann greift, wenn Betriebe sich restrukturieren. Die dritte Form ist die konjunkturelle Kurzarbeit, die zur Zeit von Firmen infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise am häufigsten beantragt wird.

Tarifvertrag

Das Verfahren läuft so, dass die Betriebe die geplante Kurzarbeit mit Zustimmung des Betriebsrats bei der Bundesagentur für Arbeit anmelden müssen. Wenn der Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, so muss die Möglichkeit zur Kurzarbeit dort geregelt sein. Die Agentur für Arbeit prüft den Antrag und erst nach Genehmigung und frühestens vom Monat der Antragstellung an darf weniger gearbeitet werden. Es gibt viele verschiedene Arten der Arbeitszeitreduzierung, so können auch ganze Wochen, Tage oder Schichten ausfallen. Für die tatsächlich gearbeitete Zeit erhalten die Arbeitnehmer weiterhin ihr übliches Entgelt. Für die ausgefallene Zeit zahlt die Agentur für Arbeit, ähnlich wie beim Arbeitslosengeld, 60 Prozent des wegfallenden Nettolohnes bei Kinderlosen und 67 Prozent bei Eltern.

Keine Versteuerung

Diese Lohnersatzleistung wird nicht versteuert, aber in die Berechnung der Steuerprogression einbezogen. Der Arbeitgeber übernimmt 80 Prozent der kompletten Sozialversicherungs-beiträge und kann nur einen Teil von der Arbeitsagentur erstattet bekommen. Änderungen gab es mit dem Einsetzen des Konjunkturpakets, denn seit dem Jahreswechsel ist die mögliche Höchstförderdauer auf 18 Monate verlängert worden. Ebenso entfällt die Voraussetzunge, dass mindestens ein Drittel der Belegschaft betroffen sein muss. Der Arbeitsausfall muss mindestens 10 Prozent betragen und die Sozialversicherungsbeiträge des des Arbeitgebers übernimmt die Arbeitsagentur bis zur Hälfte und sogar komplett, wenn in mindestens der Hälfte der unfreiwilligen Freizeit die Mitarbeiter weitergebildet werden.

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