Kurzarbeit und Rente

Der starke Anstieg von Kurzarbeit senkt insgesamt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen und wird somit vermutlich längerfristig Einfluss auf die Rentenberechnung haben.

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Viele Betriebe greifen aufgrund der wirtschaftlichen Krise auf die vom Gesetzgeber geförderte Maßnahme der Kurzarbeit zurück. Im Durchschnitt des Vorjahres lag die Zahl der Kurzarbeiter noch bei ca. 102.000, für 2009 wird ein Anstieg auf ca. 1,3 Millionen Kurzarbeiter vorausgesagt.

Kurzarbeit besser als Arbeitslosigkeit

Zwar bewahrt die Kurzarbeit die Arbeitnehmer erst mal vor der Arbeitslosigkeit, jedoch sinkt natürlich auch das Pro-Kopf-Einkommen dadurch und auf diesem Durchschnittswert wird die Rentenberechnung durchgeführt. Ein großer Nachteil für Rentner tritt dann ein, wenn viele Arbeitnehmer in Kurzarbeit null sind, und das eventuell auch noch für volle zwei Jahre. Die Regierung plant bereits die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von 18 auf 24 Monate auszuweiten. Es bleibt abzuwarten, wie sich dies auf die Rentenberechnung auswirkt.

Altersbezüge steigen

Allerdings steigen die Altersbezüge zum 01. Juli 2009 zunächst so stark wie schon seit zehn Jahren nicht mehr. Die im Westen lebenden Rentner können sich über einen Anstieg in Höhe von 2,41 Prozent freuen, im Osten sind es sogar 3,38 Prozent. In Anlehnung an die Rentenerhöhung, erhöht sich auch der Hartz-IV-Regelsatz von 351 auf 359 Euro. Eine Ursache für den starken Anstieg der Renten in diesen wirtschaftlich schwachen Zeiten ist auch in der vorübergehenden Aussetzung des dämpfenden Riester-Faktors begründet.

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