Kunstfehler des Tierarzts geht auf Kosten der Versicherung

Haustiere gehören zu unserem Leben dazu. Schlimm, wenn sie krank werden. Zum Glück gibt es Tierärzte. Die sind aber auch nur Menschen und nicht perfekt. Bei einem Kunstfehler ist der Verterinär aber versichert.

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Er ist seit Angebinn der Zeit der beste Freund des Menschen. Er ist uns treu ergeben, hört zu (ohne zu widersprechen), gibt keine Ratschläge, bekuschelt und tröstet uns (wenn wir Trost brauchen) und hält uns durch viele Spaziergänge fit und munter. Der Hund! Aber auch er kann krank werden. Dann ist guter Rat oft teuer, aber zum Glück meist fachmännisch durch den Tierarzt.

Lux brach sich das Beinchen Das dachte auch das Herrchen von Yorkshire-Terrier Lux (lateinisch für Licht). Der kleine Vierbeiner hatte sich im Jahr 2007 seinen linken Vorderlauf gebrochen. Das Herrchen war natürlich sehr besorgt um den armen erst wenige Monate alten Welpen und machte sich auf zum Tierarzt. Der fackelte nicht lange und schwang die Messer. Er operierte das kleine, putzige Hündchen. Und erst sah alles auch gut aus, bis der Verterinär bei einer Nachuntersuchung eine Entzündung des operierten Beinchens übersah. Eine Amputation schien unausweichlich.

6.000 Euro für Alternativmedizin
Das wollte Herrchen seinem Hündchen ersparen und suchte deshalb nach alternativen Behandlungsmethoden. Er wurde fündig. So bekam der kleine Wuschel Laser-Akupunktur und Physiotherapie inklusive Behandlung auf dem Wasser-Laufband. 6.000 Euro kostete der Versuch, die Amputation des Laufes zu verhindern. Leider war er nicht erfolgreich. Die Pfote musste abgenommen werden. Nun wollte Herrchen die hohen Behandlungs- plus Fahrtkosten der Versicherung des Tierarztes anlasten, die allerdings nur zu einer Zahlung von 3.500 Euro bereit war.

Vor Gericht Entscheidung
Herrchen klagte vor Gericht und gewann zumindest in Teilen: Der Hundebesitzer verzichtete auf die Geltendmachung der Fahrtkosten im Wert von 900 Euro, im Gegenzug erhöhte die Versicherung des fehlerhaften Tierarztes die Zahlung um 1.400 Euro. So waren nun die Menschen zufrieden und der kleine Hund kommt mit seinen drei Füßchen auch gut zurecht.

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