Künstliche Befruchtung

Definition:  Künstliche Befruchtung: Möglichkeit für kinderlose Paare, ihren Wunsch doch noch zu erfüllen.

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Für viele Paare bleibt der Kinderwunsch unerfüllt. Die Ursachen können ganz unterschiedlich sein. Ganz unabhängig hiervon belastet eine solche Situation die kinderlosen Paare sehr. Allerdings gibt es Mittel und Wege zur „vollständigen“ Familie. Neben einer möglichen Adoption gibt es auch noch die so genannte künstliche Befruchtung.

Methoden
Das kann z. B. die Insemination sein (Spermien werden in den weiblichen Genitalbereich eingeführt), IVF (In vitro Fertilisation, zusammenbringen vieler Spermien mit einer Eizelle außerhalb des Körpers), ICSI (Einbringen einer Samenzelle in die Eizelle außerhalb des Körpers). Meist ist es leider nicht mit einem Versuch getan, die Wunscheltern brauchen viel Geduld und Geld. Abhängig von der Art der Befruchtung entstehen unterschiedliche Kosten. Zum Glück muss man die nicht vollständig allein tragen. Denn die Krankenversicherungen, auch die gesetzlichen, übernehmen die Kosten zumindest anteilig.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für die Kostenübernahme bei den gesetzlichen Krankenkassen sind klar definiert:

· Es muss eine medizinische Notwendigkeit vorliegen.
· Es muss eine ärztliche, unabhängige Beratung stattgefunden haben.
· Die Maßnahme muss medizinisch erfolgversprechend sein.
· Künstliche Befruchtung ist nur verheirateten Paaren erlaubt.
· Eizelle und Samen (homologe Insemination) muss von dem jeweiligen Ehepartner sein.
· Die Frau darf nicht jünger als 25 Jahre und nicht älter als 40 Jahre sein.
· Der Mann darf nicht jünger als 25 Jahre und nicht älter als 50 Jahre sein.
· Die durchführende Einrichtung/der durchführende Arzt muss eine landesbehördliche Genehmigung zur künstlichen Befruchtung haben.

Krankenkassen zahlen

Sind diese Anforderungen erfüllt, übernimmt die Kasse in der Regel 50 Prozent der Behandlung, begrenzt allerdings auf drei (mit Hormonen) bzw. acht (ohne Hormone) Inseminationen. Bei einer IVF oder einer ICSI werden drei Versuche (insgesamt) von der gesetzlichen anteilig bezahlt. Bei privaten Krankenversicherern reicht eine krankheitsbedingte Kinderlosigkeit, um die Kosten erstattet zu bekommen.


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