Künstlersozialkasse sieht Dieter Bohlen als Künstler

Man sitzt in der Jury bei DSDS wie Dieter Bohlen und ist dann ein Künstler, so zumindest sieht es das Sozialgericht Köln.

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Wie schnell Unternehmen viel Geld an die Künstlersozialkasse zahlen müssen kam am Beispiel von Dieter Bohlen sehen. Die Künstlersozialkasse wollte von dem Fernsehsender RTL insgesamt 173.000 Euro weil dieser zwischen 2002 und 2006 bei der Sendung *Deutschland sucht den Superstar* in der Jury gesessen hat. RTL wollte dies natürlich nicht zahlen und klagte gegen den Beitragsbescheid der Künstlersozialkasse und das sollte das Sozialgericht in Köln dann entscheiden.

RTL sieht keine künstlerische Tätigkeit

RTL sieht in der Jury keine künstlerische Tätigkeit und selbst die Künstlersozialversicherung sieht Künstler dann wenn diese Musik ausübt oder lehrt und beides dürfte da nicht der Fall sein. Doch das Sozialgericht Köln sieht Dieter Bohlen als Künstler und dies in jeglicher Hinsicht und somit ist der Beitragsbescheid der Künstlersozialkasse rechtens. Es gibt wohl inzwischen immer mehr Urteile für die Künstlersozialkasse da der Ermessungsspielraum der Richter sehr groß ist bei der Auslegung, wie man daran erkennen kann dass Modells die in einer Diskothek Dessous vorführen auch schon als Künstler eingeordnet werden.

Braucht die Künstlersozialkasse Geld?

Man könnte schon den Eindruck bekommen dass die Künstlersozialkasse dringend Geld braucht, denn auch vor dem Entscheid gegen RTL mit Dieter Bohlen ist auch schon Dirk Nowitzki (Basketballspieler) vom Hessischen Landessozialgericht als Künstler eingeordnet worden und dies nur weil er in einem Werbespot für eine Direktbank seine Dribbelkünste zeigte. Unternehmen werden nun verstärkt sich Gedanken darüber machen was als Künstler einzuordnen ist weil es dabei um keine kleinen Beträge geht, da es auch rückwirkend nachforderbar ist. Die Künstlersozialkasse ist eine eigene Rentenkasse für Künstler und biete zudem noch Absicherung gegen Krankheit und Pflege. Finanziert wird die Künstlersozialkasse zur Hälfte aus den Beiträgen der Versicherten, sowie eines Zuschusses des Bundes von 20 Prozent und 30 Prozent aus der Künstlersozialabgabe.

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