Kündigung private Krankenversicherung – Nachweis ist wichtig

Bei einer Kündigung der privaten Krankenversicherung verlangt die Versicherung einen Nachweis dass man weiter krankenversichert ist. Dieser Nachweis ist wichtig, ohne diesen droht eine Nachzahlung von Beiträgen.

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Wer eine Kündigung für seine private Krankenversicherung an seine Versicherung schickt benötigt auch einen Nachweis dass er weiter krankenversichert ist. Erst dann wird die Kündigung der PKV überhaupt erst wirksam.. Die normale Kündigungsfrist für eine private Krankenversicherung beträgt 3 Monate vor Ende des Versicherungsjahres. Bei einer Beitragserhöhung hat der Privatversicherte das Recht innerhalb eines Monats nach Kenntnisnahme der Beitragserhöhung, seine Krankenversicherung zu kündigen. Nur diese Kündigung wird erst wirksam wenn der Nachweis an die Krankenversicherung erfolgt, dass man auch weiter eine Krankenversicherung hat.

Nachzahlung droht

Wer seiner private Krankenversicherung nicht den Nachweis erbringt dass er weiter krankenversichert ist, bleibt eigentlich noch beitragspflichtig bei seiner bestehenden PKV. Dazu gab es auch ein Urteil des Oberlandesgerichtes Karlsruhe Az.: 12 U 101/11 (nicht rechtskräftig), in diesem Urteil wurde der Privatversicherte dazu verdonnert circa 5.600 Euro an seine alte Krankenversicherung nachzubezahlen, weil kein Nachweis eingereicht wurde bei welcher Krankenversicherung er weiter versichert ist. Zu allem Überfluss noch wurde die Kündigung seiner beiden Kinder nicht anerkannt, da es keine Beitragserhöhung für diese Verträge gab und diese nur normal kündbar waren, also 3 Monate zum Vertragsende.

Wechsel der PKV mit Nachteilen

Ein Wechsel der PKV hat den Nachteil, dass bei alten Verträgen keine Altersrückstellungen mitgenommen werden können. Erst bei den neueren Verträgen können im Rahmen des Basistarifs (ähnlich gesetzliche Krankenversicherung) die Altersrückstellungen zur neuen privaten Krankenversicherung mitgenommen werden. Bevor man sich für einen anderen Anbieter entscheidet sollte man sich zudem die Bilanzkennzahlen der Unternehmen anschauen. Ganz wichtig dabei sind auch die Zahlen zu den Vermittlungsprovisionen und den Beitragsrückstellungen um Beitragserhöhungen zu vermindern oder zu vermeiden. Dazu kann der Fachmann vor Ort, der bei Bedarf unten angefordert werden kann, Auskunft geben.


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