Krankschreibungen gehen zurück

Die Krankschreibungen gehen in Deutschland zurück

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Der Trend ist deutlich: Immer weniger Menschen lassen sich krankschreiben. Aber wo liegen hier die Ursachen?
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Kaum Husten


Sind wir härter im Nehmen? Haben wir alle Angst unsere Arbeitsplätze zu verlieren? Sind wir vielleicht einfach nur viel gesünder als in den Vorjahren? Oder warum wird die Zahl der gelben Scheine, die bei Arbeitgebern und Personalabteilungen über die Tische gehen immer weniger. Eine aktuelle Auswertung der DAK-Gesundheit zeigt jetzt nämlich, dass der Krankenstand im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr von 4,1 auf 3,8 Prozent gefallen ist.
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Kaum Husten und Schnupfen

34,2 Prozent der Berufstätigen ließen sich im ersten Halbjahr 2014 mindestens einmal krankschreiben (2013 waren es 38,7 Prozent). Dafür blieben die Krankgeschriebenen aber etwas länger zu Hause (ca. 0,6 Tage). Ein Grund für die für Arbeitgeber und Kassen dennoch durchaus positive, weil kostensparende Entwicklung ist sicher der Rückgang von Erkältungs- und Atemwegserkrankungen. Eine Erklärung hierfür ist schnell gefunden. Schließlich war der vergangene Winter eher mild. Husten, Schnupfen, Heiserkeit, aber auch schwerere Erkrankungen wie Lungenentzündungen hielten sich im Rahmen. Im Jahr davor war der Winter fast schon hart. Entsprechend stiegen damals die Erkrankungszahlen sprunghaft an.
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Psychische Erkrankungen bleiben problematisch

Zwar scheinen wir weniger zu husten, andere Gründe für Krankschreibungen bleiben aber problematisch. Denn mehr als die Hälfte der Krankschreibungen lassen sich drei grundsätzlichen Diagnosegruppen zuordnen. Auf Platz eins mit 22,6 Prozent rangieren Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rücken- oder Knieprobleme. Auf Rang zwei folgen dann schon die psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Hier stieg die Zahl um gut zehn Prozent auf 16 Prozent an. Auf Platz drei stehen Erkältungskrankheiten mit 14,5 Prozent. Grundlage für die aktuelle Krankenstands-Analyse sind die Daten von 2,5 Millionen erwerbstätigen DAK-Versicherten aus dem ersten Halbjahr 2014, die durch das Berliner IGES-Institut ausgewertet wurden.

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