Krankenversicherungsbeiträge als Sonderausgaben in der Steuerklärung

Pflege- und Krankenversicherungsbeiträge können seit dem 01.01.2010 als Sonderausgaben in der Steuer abgesetzt werden.

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Seit Anfang dieses Jahres dürfen die Beitragszahlungen zur Kranken-und Pflegeversicherung als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist für privat wie gesetzlich Versicherte gleichermaßen möglich. Zum 01.01.2011 werden die Beitragsätze zur gesetzlichen Krankenversicherung angehoben, und die Versicherten werden einen höheren Betrag von ihrem Bruttogehalt an die Krankenkasse abführen müssen bzw. weniger Netto erhalten.

Beiträge sind bis zur Höhe der Grundversorgung voll absetzbar

Dabei können nur die Beiträge abgesetzt werden, die zu einer Grundversorgung gehören. Sonderleistungen in Form von privaten Zusatzversicherungen wie die Unterbringung in einem Einbettzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt, für die zusätzliche Beiträge geleistet werden, können nicht abgesetzt werden. Privatversicherte erhalten in Zukunft eine Auflistung des Tarifes und der Prämien durch ihre Privatkasse, damit ersichtlich ist, wie viel für die Grundversorgung ausgegeben wurde.

96 % der Vorsorgeaufwendungen sind für den gesetzlich Versicherten absetzbar

Bei gesetzlich Versicherten kürzt das Finanzamt pauschal 4 %.Gesetzlich Versicherte können somit die Beiträge in Höhe von 96 % als Sonderausgaben steuerlich geltend machen, 100 % absetzbar sind die Vorsorgeaufwendungen, wenn der Versicherte prinzipiell keinen Anspruch auf Krankengeld hat. Privat Versicherte können die Beiträge zur Krankenversicherung in Höhe der Basisversicherung vollständig absetzen.

Trotz Steuervergünstigung zahlt der Versicherte ab 2011 mehr

Auch wenn die Beiträge in der Steuerklärung als Sonderausgaben aufgeführt werden können und sich dadurch steuermindernd auswirken, bleiben dem Versicherten durch die Zahlung höherer Beiträge ab dem 01.01.2011 trotz allem weniger Geld. Abgesehen von den Zusatzbeiträgen, die die gesetzliche Krankenkasse nach Ermessen von dem Versicherten fordern kann.

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