Krankenversicherung – Schockfotos für Raucher sind wirkungslos

Rauchen ist schlecht für die Gesundheit und belastet die Krankenversicherungen. Schockfotos auf den Zigaretten Packungen für Raucher sind wohl wirkungslos

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Die Zigaretten-Schockbilder werden von der Mehrheit der Deutschen für wirkungslos gehalten.

Bilder gemäß EU-Richtlinie

Erinnern Sie sich noch: Vor einigen Jahren, als das erste Mal die Sprüchlein –“Rauchen ist tödlich“ oder „Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit“ – war der Aufschrei unter den Rauchern groß. Prompt gab es Schachtelüberzieher, um die schlechten Nachrichten zu überdecken. Jetzt werden Schockbilder aufgedruckt, gemäß einer EU-Richtlinie für Tabakprodukte. Ziel ist es, die Raucherquote von Jugendlichen und die Zahl vorzeitiger Todesfälle zu senken. Aber, diesmal ist der Aufschrei schon weniger groß. Das zeigen auch die Ergebnisse einer aktuellen und repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit.

Keine geeignete Prävention

Demnach hält die große Mehrheit der Deutschen die Schockbilder auf Zigarettenpackungen für wirkungslos im Kampf gegen die Tabaksucht. Für 81 Prozent der Befragten sind Ekelfotos von geschädigten Organen keine wirksame Maßnahme, um Raucher zum Aufhören zu bewegen. Knapp 60 Prozent der Befragten glauben, dass die abschreckenden Fotos auch bisherige Nichtraucher nicht davon abhalten, künftig zur Zigarette zu greifen. Bei den ständigen Rauchern sind sogar 66 Prozent davon überzeugt, dass Schockbilder keine geeignete Präventionsmaßnahme darstellen.

Aufklärung in Schulen

„Ob jemand zur Zigarette greift oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab“, sagt DAK-Suchtexperte Ralf Kremer. „Schockbilder auf Zigarettenpackungen sind nur ein Präventionsfaktor. Wir setzen auf Information und Aufklärung, die schon in den Schulen beginnt. Einen starken Einfluss hat auch, ob die Eltern rauchen oder wie stark Zigaretten im Freundeskreis akzeptiert sind.“ Nach der aktuellen Umfrage der DAK-Gesundheit halten neun von zehn Befragten eine verstärkte Aufklärungsarbeit an Schulen für eine geeignete Maßnahme, um Menschen vom Rauchen abzuhalten. 83 Prozent befürworten einen konsequenteren Schutz vor dem Passivrauchen, etwa durch ein Rauchverbot in Autos, in denen Kinder mitfahren. Für ein totales Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden waren 77 Prozent, für ein Verbot von Tabakwerbung 62 Prozent und für eine höhere Besteuerung von Tabakprodukten 60 Prozent der Befragten.

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