Krankenversicherung Pflegeversicherung – Steuerentlastung ab 2010

Im Rahmen des Inkrafttretens des Bürgerentlastungsgesetzes ab 2010, können künftig Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur privaten Krankenversicherung steuerlich in Abzug gebracht werden. Besonders hiervor profitieren können die Mitglieder der privaten Krankenversicherungen.

Anzeige / Inserat

Das sogenannte Bürgerentlastungsgesetz wurde im Juni2009 durch den deutschen Bundestag verabschiedet, womit die durch das Bundesverfassungsgericht gemachte Vorgabe umgesetzt wurde. Das Bürgerentlastungsgesetz tritt ab 2010 in Kraft und hat unter anderem steuerliche Entlastungen für alle diejenigen zur Folge, die in die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung Beiträge einbezahlen, denn diese können nun höher angesetzt werden.

Beiträge PKV können abgestezt werden

Vor allem für die Versicherten, die in einer privaten Krankenversicherung Mitglied sind und dort ihre Beiträge zahlen, werden dies finanziell spüren, da zukünftig die Beiträge für jedes einzelne Familienmitglied einzeln in Abzug gebracht werden können, also sowohl die eigenen Beiträge, wie auch die für die versicherten Ehepartner und eingetragenen Lebenspartner und natürlich auch die Kinder. Allerdings gibt es eine Ausnahme, die nicht in der Steuer berücksichtigt wird, denn fünf Wahlleistungen sind nicht abzugsfähig, darunter fallen die Kosten für die ambulante Heilbehandlung durch Heilpraktiker, die stationäre Heilbehandlung durch den Chefarzt und auch die Unterbringung im Einbettzimmer, sowie die zahnärztliche Behandlung mit Leistungen für den Zahnersatz oder auch der Einsatz von Implantaten oder die Durchführung von kieferorthopädischen Maßnahmen.

Typische Mehrleistungen

Als abzugsfähig anerkannt werden dagegen die typischen Mehrleistungen innerhalb einer privaten Krankenversicherung, wie zum Beispiel die freie Arztwahl, die Mehrauswahl an Arzneimitteln oder auch Sehhilfen. Außerdem sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Beitragsanteile, die erst mal nicht als abzugsfähig gelten, sowie die Tagegeldversicherung oder auch die Zusatztarife für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen steuerlich geltend zu machen. Daraus folgt, dass Versicherte, die über ein geringeres Einkommen verfügen, die eben sonst nicht abzugsfähigen Wahlleistungen oder Zusatzversicherungen anrechnen können, wenn sie in der privaten Krankenversicherung oder gesetzlichen Krankenversicherung allein versichert sind und die Obergrenzen nicht überschreiten.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...