Krankenversicherung hat gekündigt

Wird versucht die Krankenversicherung zu betrügen, verweigert die Versicherungsgesellschaft oft nicht nur die Schadenszahlung sondern kündigt auch die komplette Versicherung, allerdings scheint dies nicht rechtens zu sein, nach dem Urteil des OLG Karlsruhe, was noch nicht rechtskräftig ist.

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Finden private Krankenversicherungen heraus, das sie angelogen wurden, wird nicht selten außer der Nichtbezahlung auch noch dazu die Versicherungsverträge gekündigt. Allerdings ist dies nicht in jedem Fall zulässig, denn das eine hat oft mit anderem wenig zu tun.

OLG gab dem Kläger Recht

Zumindest das Oberlandesgericht gab dem Kläger Recht mit seinem Urteil ( Az. 12 U 250/05 ) Der Versicherte hatte damals seine Krankenversicherung belogen, weil er über die Krankentagegeldversicherung für mehrere Wochen Krankengeld bei seiner Versicherung beantragt hat. Ein von der Versicherung beauftragter Detektiv fand jedoch heraus dass der Versicherungsnehmer in der Zeit gearbeitet hat, trotz seiner Krankschreibung.


Nur Krankentagegeldversicherung

Allerdings kann die Versicherungsgesellschaft nicht die Krankenversicherung und Pflegeversicherung dem Versicherungsnehmer kündigen sondern nur die Krankentagegeldversicherung. So wurde zwar die fristlose Kündigung aus der Tagegeldversicherung bestätigt aber die aus der Kranken- und Pflegeversicherung nicht. Die Richter am OLG Karlsruhe sahen es so, das sich die Täuschung des Versicherungsnehmers nur auf die Tagegeldversicherung auswirkt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig!

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