Krankenversicherung für Kinder – privat oder gesetzlich

Ob man seine Kinder privat oder gesetzlich versichert ist häufig auch eine finanzielle Frage. Möglich ist es den gleichen Leistungsstandard wie in einer privaten Krankenversicherung zu erreichen, indem man die Kinder in der Familienversicherung mitversichert und das gesparte Geld in ausgewählte Zusatzversicherungen investiert.

Wenn der eine Elternteil privat und der andere gesetzlich krankenversichert ist, so haben Eltern die Wahl, ob sie ihren Nachwuchs privat versichern möchten oder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Rein finanziell gesehen ist die gesetzliche Krankenversicherung die bessere Möglichkeit, denn die Kinder werden in der Familienversicherung mitversichert, ohne dass zusätzliche Kosten für die Eltern entstehen. In der privaten Krankenversicherung erhält jedes Kind seinen eigenen Vertrag und es muss auch für jedes Kind von Geburt an ein Beitrag von zwischen 80 und 100 Euro monatlich gezahlt werden. Das ist auf lange Sicht viel Geld, denn rechnet man dies bis zum Abschluss des Studiums hoch, so kommen schnell mal ca. 30.000 Euro pro Kind zusammen.

Gesetzliche Versicherung für die Familie Verbraucherschützer raten daher die ganze Familie gesetzlich zu versichern und das gesparte Geld für Zusatzversicherungen zu investieren. Mit Zusatzversicherungen kann man sich den Schutz hinzukaufen, den sonst nur die privaten Krankenversicherungen bieten. Möglich sind hier Sondervereinbarungen zum Beispiel zu alternativen Heilmethoden oder einer besonderen Behandlung im Krankenhaus. Auch Brillen- und Zahnzusatzversicherungen werden angeboten. Bei den üblichen Krankheiten, wie Schnupfen oder ähnlichem funktionieren die Krankenkassensysteme gleich, lediglich haben Privatpatienten in der Regel kürzere Wartezeiten. Ein wichtiger Vorteil der privaten Krankenversicherungen ist allerdings die absolut freie Wahl von Ärzten und Krankenhäusern, denn alle Spezialkliniken sowie sämtliche Privatkliniken stehen den privaten Patienten zur Verfügung.

Leistungen der privaten Kasse oft besser
Hier wird deutlich, was nur allzu bekannt ist. Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Versicherung innerhalb des sozialen Systems, während eine private Krankenversicherung eine klassische Versicherung darstellt, die nur ein Risiko abdeckt, nämlich das krank zu werden. Daher sind natürlich die Leistungen der privaten Krankenversicherung entsprechend häufig besser, allerdings sind diese auch auf den Krankheitsfall beschränkt. Oft sind Leistungen wie Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen budgetiert. Allerdings kann es dann wiederum sein, dass spezielle Untersuchungen von der privaten Krankenversicherung getragen werden, die wiederum die gesetzliche Krankenkasse nicht abdeckt. Gerade für Kinder ist eine Versicherung wichtig, die auch die kieferothopädische Behandlung beinhaltet, die die Standardversorgung überschreitet. Aber auch für diesen Fall gibt es spezielle Zusatzversicherungen.