Krankentagegeldversicherung – zahlt bei Arbeitsunfähigkeit durch Mobbing

Die Krankentagegeldversicherung zahlt bei Arbeitsunfähigkeit durch Mobbing auch wenn die Versicherung meint man könne in einem anderen Beruf arbeiten. Urteil des Bundesgerichtshof Az. IV ZR 137/10 vom 09.03.2011.

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Mobbing ist nicht unbedingt selten, das betrifft Schüler und auch am Arbeitsplatz, haben Arbeitnehmer Probleme mit Mobbing. Diese können so weit gehen, dass der Betroffene dadurch gesundheitliche Probleme hat und seinen bisher ausgeübten Beruf dadurch nicht mehr ausüben kann. Eine Krankentagegeldversicherung musste nach einem Urteil des BGH vom 9.3.2011 Az. IV ZR 137/10 dem Arbeitnehmer einen Anspruch auf Leistungen gewähren.

Rückenschmerzen und Depressionen durch Mobbing

Der Arbeitnehmer hat als Projektleiter für Brandschutzanlagen gearbeitet und hat sich gemobbt gefühlt bei seinem Arbeitgeber. Darauf ging er zum Arzt und wurde dort längere Zeit behandelt, seine Beschwerden waren neben Rückenschmerzen auch Depressionen. Im Jahr 2008 wurde er dann Arbeitsunfähig und dadurch wurde auch das Arbeitsverhältnis Ende August 2008 beendet. Der Arbeitnehmer hatte eine Krankentagegeldversicherung bei einer privaten Krankenversicherung und wollte deshalb auch vom Versicherer das vereinbarte Krankentagegeld in Höhe von rund 117 Euro am Tag. Die Krankentagegeldversicherung bezahlt zunächst das vereinbarte Krankengeld, allerdings wurden die Zahlung von der Versicherung zu, 22.06.2008 eingestellt, da die Versicherung eine außergerichtliches Gutachten eingeholt hat, das dem Arbeitnehmer eine 100 % Arbeitsfähigkeit bescheinigte. Dabei bezog sich die Versicherung auf die AGB des Vertrages über Krankentagegeld. Die Versicherung war der Meinung, dass der Arbeitnehmer auch jederzeit an einem anderen Arbeitsplatz arbeiten könne.

Urteil des Bundesgerichtshof Az. IV ZR 137/10

Mit der Einstellung der Zahlung durch den Versicherer war der Projektleiter nicht einverstanden, er verlangte die Weiterzahlung des Krankentagegeldes bis zum Ende seiner Tätigkeit am 31.08.2008, was die Versicherung verweigerte. So landete das ganze vor dem OLG und schlussendlich beim Bundesgerichtshof (Urteil des Bundesgerichtshof Az. IV ZR 137/10). Der Arbeitnehmer bekam vom BGH Recht und die Versicherung musste ihm das Krankentagegeld bis zum Ende August nachzahlen.

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