Krankenkassen sollen Prämien auszahlen

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den letzten Jahren Gelder angesammelt. Jetzt werden Stimmen – auch aus der Politik – laut, dass die Kassen ihre Mitglieder am Geldsegen durch Prämienauszahlungen beteiligen sollen.

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Die gesetzlichen Krankenkassen haben sich in den letzten Jahren ein bequemes Finanzpolster angelegt. Von dem Kuchen bekommen aber leider nur wenige Mitglieder was ab. Das soll sich jetzt ändern. Stimmen – auch aus der Politik – werden laut, dass die Kassen ihre Mitglieder durch Prämienauszahlungen beteiligen sollen.

Gesetzlich vorgeschriebene Rücklagen

Die gesetzlichen Krankenversicherer sind gehalten, um nicht zu sagen verpflichtet Rücklagen von 1,5 Monatsausgaben zu bilden. So steht es im Sozialgesetzbuch und dient der Sicherung von Leistungen und der Krankenkassen selbst, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht gleich in eine nicht mehr zu korrigierende Schieflage zu geraten. Nun haben aber die Versicherer in den letzten Jahren Überschüsse erwirtschaftet, die über die vorgeschriebene Höhe deutlich hinausgehen. Die Mitglieder sehen davon – zumindest bisher – nichts. Im Gegenteil, der Sparkurs der letzten Jahre wird eingehalten. So soll es nicht bleiben.

Geld von der Versicherung?

Politiker wie Gesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP oder auch der gesundheitspolitische Sprecher Jens Spahn von der CDU wünschen sich, dass die gesetzlichen Kassen ihre erwirtschafteten Überschüsse in Form von Prämien an die Versicherten weitergeben. Und auch das Bundesversicherungsamt (BVA) hat jetzt einige Kassen angehalten, ein solches Handeln in den nächsten Wochen zu prüfen. Wenig begeistert sind natürlich die Versicherer selbst, die durch die steigenden Gesundheitskosten wie die für Krankenhäuser, Arzthonorare und ähnliches lieber ihre Schäfchen im Trockenen behalten würden. Geld von der Krankenkasse? Man darf also gespannt sein.

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