Krankenkasse zahlt nicht für Grippe-Schnelltest

Die Grippesaison ist noch lange nicht vorbei. Wer wissen will, ob er tatsächlich Grippe hat, kann das mit einem Schnelltest beim Arzt oder selbst zu Hause überprüfen. Die Kosten hierfür tragen die neugierigen Kranken selbst, die Krankenkasse zahlt nicht.

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Nicht jeder Schnupfen ist schon ein Zeichen für eine Influenza-Erkrankung und nicht jeder Gliederschmerz kündigt die Schweinegrippe an. Trotzdem ist die Angst alle Jahre wieder groß von einem gemeinen und – zugegebenermaßen mitunter auch tödlichen – Grippevirus erwischt zu werden. Dabei spielt es heute aber kaum mehr eine Rolle ob es der „normale“ Krankheitserreger oder der Schweinegrippe-Bösewicht ist. Die Hysterie ist meist gleich groß. Dabei entpuppt sich so manche „Grippe“ doch nur als grippaler Infekt, der zwar unangenehm, aber deutlich ungefährlicher ist. Wer Sicherheit haben will, kann entweder die Krankheitszeichen richtig deuten oder einen Schnelltest machen.

Experten raten ab

Zumindest von dem Schnelltest für zu Hause raten viele Experten ab. Der Test ist – zumindest bei unsachgemäßer Anwendung – ausgesprochen fehlerhaft. Außerdem ist die Verletzungsgefahr des Tests, der an der Nasenschleimhaut durchgeführt wird, groß, wenn man kein Fachmann ist. Auch der Weg zum Arzt wird dem Patienten so nicht erspart. Und selbst diese setzen bei der Diagnose eher auf die Symptome, denn auf einen auch noch so kurzen Test. Einen Vorteil bietet der Test allerdings: Die Dauer der Erkrankung kann nämlich verkürzt werden, wenn man bei einer echten Grippe innerhalb von 24 bis 30 Stunden die richtigen Medikamente, so genannte Neuraminidasehemmer einnimmt. Diese sind rezeptpflichtig und werden natürlich von den Krankenkassen (gesetzlich und privat) übernommen. Der Schnelltest übrigens nicht. Die gesetzlichen Kassen sehen die Testung als Privatvergnügen an. Die Kosten liegen zwischen 15 und 50 Euro.

Grippeimpfung wird übernommen

Wer ohne medizinischen Test Husten, Schnupfen und Heiserkeit diagnostisch einschätzen will, ohne das Krankenbett zu verlassen, sollte genau auf die Symptome achten. Eine einfache Erkältung (grippaler Infekt) kündigt sich langsam an. Ein erstes Anzeichen ist die Schnupfennase mit klarem, wässrigen Ausfluss, der sich erst mit der Zeit verdickt und gelblich verfärbt. Müdigkeit, leichtes Fieber, Husten und die allseits bekannten Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen kommen hinzu. Der alte Spruch: Drei Tage kommt er, drei Tage bleibt er, drei Tage geht er, kann als Maßstab genommen werden.


Grippeimpfung

Die echte Grippe beginnt im wahrsten Sinne des Wortes von jetzt auf gleich. Ein plötzlich einsetzendes, massives Krankheitsempfinden mit sehr hohem Fieber von bis zu 41 Grad ist absolut typisch. In diesem Fall sollte man umgehend den Arzt informieren, um schnellstmöglich die richtigen medizinischen Schritte einleiten zu können. Am wichtigsten aber ist die jährliche Grippeimpfung, die von den Krankenkassen in der Regel bezahlt wird.

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