Krankenkasse muss Krankengymnastik auch bei alten Menschen bezahlen

Eine ärztlich verordnete Krankengymnastik darf von einer Krankenkasse nicht verweigert werden, auch wenn es bei alten Menschen kaum oder keine Verbesserung des Gesundheitszustandes bewirkt.

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Eine Krankenkasse hat einer alten 88 jährigen pflegebedürftigen Dame die Kostenübernahme für eine ärztlich verordnete Krankengymnastik verweigert. Nach Ansicht der Krankenversicherung wäre eine aktivierende Pflege für die Frau ausreichend, da auch Gutachten ergeben hätte, dass sich der Zustand der Frau ohnehin nicht mehr verbessern würde.

Landessozialgericht Nordrhein Westfalen (Az. L 16 B 9/07 KR)

Das Landessozialgericht Nordrhein Westfalen (Az. L 16 B 9/07 KR) sah dies anders, und verurteile die Krankenkasse zur Kostenübernahme. Eine Krankenkasse darf die Übernahme der Kosten für eine ärztlich verordnete Krankengymnastik nicht aufgrund des Alters oder eines geringen Therapieerfolges verweigern. Laut Gesetz müssen von der Krankenkasse auch dann Therapien bezahlt werden, wenn dadurch eine Verschlechterung verhindert wird. Eine Leistung darf nur dann verweigert werden, wenn noch nicht einmal eine Linderung erreicht werden kann. Die Frau hatte für ihre Gelenkfunktionsstörung diese Krankengymnastik verordnet bekommen.

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