Krankenkasse gewähren Kuren im Ausland

Das Recht auf Rehabilitation, Prävention und Gesundheitsförderung – kurz Kuren – sind im Deutschen Sozialgesetzbuch verankert. Immer mehr Deutsche zieht es zur Kur dafür jetzt ins Ausland. Mit Genehmigung der Krankenkassen.

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Einfach mal durchschnaufen. Das Arbeitsjahr war anstrengend. Man fühlt sich ein bisschen ausgepowert. Ausgebrannt könnte man sagen und hat damit eigentlich schon selbst die Diagnose gestellt. Das bestätigt sich dann auch beim Hausarzt. Der spricht vom Burnout-Syndrom und empfiehlt – man hat es kaum zu hoffen gewagt – eine Kur.

Nette Pfleger, schöne Umgebung

Aber wohin soll denn die Reise gehen. Wenn man schon einige Wochen medizinisch wieder auf die Beine gebracht werden soll, warum eigentlich nicht im Ausland. Erst kürzlich hatte die Nachbarin von ihrer Reha in Karlsbad in Tschechien geschwärmt. Nette Pfleger, tolle Behandlungen und kompetente Kurärzte zu günstigen Preisen. Auch der Arzt findet die Idee prima und füllt gleich das Formblatt der Krankenkasse zur Bewilligung eines Kuraufenthaltes aus. Aber wird die Versicherung den Aufenthalt im Ausland auch bewilligen?

Geld gespart und gut erholt

Die deutschen Krankenversicherungen bewilligen die Kur im Ausland sogar gern. Es gibt heute schon Kassen, die mit einzelnen Kurkliniken z. B. in Tschechien, Polen oder Ungarn spezielle Verträge abgeschlossen haben. Der Grund dafür ist natürlich nicht, dem Patienten und Versicherten eine Urlaubsreise zu verschaffen, sondern der Preis. Denn die Maßnahmen im Ausland sind deutlich billiger – in manchen Fällen bis zu 70 Prozent – als in den heimischen Gefilden. Qualitative Unterschiede, sprachliche Barrieren und medizinische Behandlungsunterschiede gibt es kaum. Für die deutschen Kurorte ist das natürlich bitter. Für den Patienten selbst, ist die Konkurrenz aus dem Ausland eher gut. Denn deutsche Kurkliniken versuchen nun ihr Angebot zu erweitern. Zu medizinischen Therapien werden jetzt vermehrt Wellness- und Wohlfühlbehandlungen angeboten. Der Weg zur Kur – ob im Ausland oder in Deutschland – führt übrigens immer über den Arzt. Dieser füllt ein Formblatt über die medizinische Notwendigkeit aus, das dann an die jeweilige Krankenversicherung weitergeleitet wird. Wo, wann und wie, bespricht man dann als Patient am besten mit der Kasse selbst.

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