Kostenlose Brustkrebsvorsorge wird nur wenig genutzt

Zu wenige Frauen nutzen das kostenlose Früherkennungsprogramm für Brustkrebs der gesetzlichen und privaten Krankenkasseversicherungen.

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Da gibt es mal was umsonst und keiner geht hin. Traurig, aber wahr. Umso besorgniserregender ist, dass es sich bei dem Gratisangebot um die Brustkrebsfrüherkennung für Frauen ab einem Alter von 50 Jahren plus geht. Das Mammographie-Screening wurde vor sechs Jahren eingeführt. Demnach haben Frauen ab 50 Jahren seit 2005 ein Anrecht auf die zweijährliche „Röntgen“-Untersuchung der Brust.

Todesfall-Rate zu hoch

Sinn der Sache ist, die Todesfall-Rate unter der Hauptrisikogruppe für Brustkrebs – nämlich eben der Frauen zwischen 50 und 69 Jahren – zu senken. Wie bei den meisten Krebsarten ist es auch beim Brustkrebs wichtig, die Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen. Dann sind die Heilungschancen am größten. Bei jährlich immer noch 17.000 Brustkrebstoten und 59.000 Neuerkrankungen ist Vorsorge hier wirklich geboten. Selbst wenn Frauen gehalten sind, regelmäßig selbst ihre Brust zu untersuchen und abzutasten, reicht diese Maßnahme in der Regel nicht aus, um eine Tumorerkrankung im Keim zu ersticken.

Die weibliche Hand spürt nicht alles

Im Gegensatz zur weiblichen – oder auch männlichen – untersuchenden Hand, erkennt der geschulte Mediziner im Mammographie-Screening auch kleinste Tumore, die sogar noch unter einem Zentimeter groß sind. Ist das der Fall, kann eine möglichst schonende Therapie eingeleitet werden. Der Erhalt der Mamma (Brust) ist dann meist noch möglich. Umso unverständlicher ist, dass nur 54 Prozent der in Frage kommenden Frauen das Angebot wahrnehmen. Zumal die Untersuchungsmethode schmerzfrei und unkompliziert ist. Aufklärung ist also jetzt wichtig. Deshalb startet die Kooperationsgemeinschaft Mammographie eine Informationsoffensive.

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