Körperverletzung durch Bio Tattoo

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe ist das Anbringen eines Bio Tattoo, das nach bis zu zehn Jahren wieder verschwunden sein soll und sich dann doch als dauerhaft heraus stellt, eindeutig eine Körperverletzung.

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Ein so genanntes Bio-Tattoo soll nach drei bei sieben Jahren angeblich „von selbst“ wieder verschwinden. Stellt sich jedoch nach dieser Zeit heraus, dass es sich doch um ein dauerhaftes Tattoo handelt, so entspricht dies einer rechtswidrigen Körperverletzung und der Betroffene hat Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. Hierzu gibt es ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 22. Oktober 2008 (AZ: 7 U 125/08).

Messestand – Tattoo stechen lassen

Folgendes hatte stattgefunden: an einem Messestand hatte sich eine Frau ein Tattoo stechen lasen, wobei es sich um ein Bio-Tattoo handeln sollte, das nach maximal sieben Jahren wieder vollständig verschwunden sein sollte. Nach zehn Jahren war das Ornament jedoch nicht stärker verblasst als ein gewöhnliches, dauerhaftes Tattoo.

Frau reichte die Klage ein

Die Frau Klagte und die Richter in der zweiten Instanz gaben ihr im Wesentlichen recht und somit Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz, denn das Anbringen eines dauerhaften Tattoos stelle eine rechtswidrige Körperverletzung dar, da ja durch die Klägerin lediglich die Einwilligung für ein Bio-Tattoo vorlag. Sie habe eindeutig keine dauerhafte Veränderung für ihren Körper gewollt.

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