Klage gegen AWD wegen Falschberatung

Gegen die österreichische Tochter der AWD läuft eine Klage wegen Falschberatung.

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In unserem Nachbarland läuft eine interessante Klage gegen die österreichische Tochter der AWD wegen Falschberatung. Inszeniert wird die Klage von dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Wien. Bei der Klage wegen Falschberatung in 3 Musterfällen auf Schadenersatz wird auch weiteren Betroffenen angeboten sich an einer Sammelklage zu beteiligen. Der Verein für Konsumenteninformation ist eine Partnerorganisation der Stiftung Warentest, die in der Zeitschrift Finanztest Februar 2009 über die Klage berichtet. Vor der Klage hatte es wohl die AWD es abgelehnt eine pauschale Entschädigung an rund 3000 Anleger zu bezahlen, die Schäden in einer Höhe von 30 Millionen Euro erlitten haben sollen.


Vermittlung von Aktien

Es wird den Beratern Fehler vorgeworfen, bei der Vermittlung von Aktien der Wiener Immobilienfirma Immofinanz. Dies hat sich aus einer Umfrage ergeben des VKI in Österreich die von rund 3000 Anlegern beantwortet wurden. Dabei kam heraus dass über die Hälfte der Anleger angaben, dass die Aktie ihnen als mündelsicher verkauft wurde. Zusätzlich hätten die AWD Berater die Aktien von Immofinanz als sicher und ertragsreich angeboten, wobei viele es auch als Fonds angeboten haben. Dabei ist die Möglichkeit eines Totalverlustes nicht erwähnt worden. Diese gleichlautenden Beschwerden weisen laut VKI auf systematische Mängel bei den AWD Beratern hin. Etwa 800 AWD Berater haben diese Aktie empfohlen. Die AWD Deutschland weist dagegen alle Vorwürfe zurück und verweist auf ein Gesprächsprotokoll dass die Kunden unterschrieben hätten, in dem bestätigt wird dass sie über die Risiken aufgeklärt worden sind.


Totalverlust möglich

Dass die Anleger nicht wussten dass auch ein Totalverlust möglich ist, kann man schon glauben, denn kaum ein Berater wird gern das Wort Totalverlust in den Mund nehmen, da dann viele abspringen und der Vermittler kein Geschäft macht und somit nichts verdient. Interessant wäre das Beratungsprotokoll zu lesen, wo der Hinweis auf den Totalverlust steht und ob es eher versteckt ist. Je nach Gesprächsverlauf sind Kunden oft vertrauensselig und unterschreiben auch mal was ohne es gelesen zu haben, weil sie eben fast blind vertrauen. Diesen Fehler machen diese Anleger sicher nicht mehr und auch für alle anderen sollte dies ebenso gelten. Das Beratungsprotokoll ist inzwischen ein sehr wichtiges Beweisstück wenn man vom Vermittler Schadenersatz möchte.

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