Kinder im Stress – Therapie zahlt die gesetzliche Kasse

Immer mehr Kinder haben heute Stress. Psychische Störungen und Erkrankungen nehmen deshalb auch bei den Kleinsten unter uns zu. Meist lassen sich diese aber therapeutisch behandeln. Die Kosten tragen auch bei gesetzlich Versicherten die Kassen.

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Wir leben in einer Zeit des Stresses. Dieser geht sogar schon auf unsere Kinder über. Schon die Jüngsten leiden unter Kopfschmerzen, Bauchweh, Ängsten, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Zwängen und auch Depressionen. Um den kleinen Patienten zu helfen und ihnen trotz der psychischen Störung oder Erkrankung, den Weg ins Erwachsenenleben zu ebnen gibt es Therapeuten, die sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert haben.


Ein Siebenjähriger droht mit Selbstverletzung

Der siebenjährige Junge war gerade eingeschult worden. Bis dahin war er ein relativ unauffälliges, wenngleich auch eher stilles Kind. Und dann nahm das Drama seinen Lauf. Die Lehrerin kam mit ihm nicht klar. Er störte den Unterricht, bedrohte Mitschüler und kündigte an, sich selbst zu verletzen. Den Höhepunkt erreichte sein Verhalten, als er sich in der Schule vor all seinen Mitschülern eine Schere an den Hals hielt. Die Eltern und auch das pädagogische Fachpersonal war geschockt und ratlos. Hatten sie doch schon alles versucht. Die Mutter nahm sich viel Zeit, sie spielte und organisierte Vereinsmitgliedschaften. Jeder Wunsch wurde dem Jungen von den Augen abgelesen. Aber nach der Eskalation blieb nur eins: Der Weg zum Therapeuten.

Gestalttherapie sorgte für Besserung

In Absprache mit einem Psychiater entschied man sich für eine Gestalttherapie, an der der Junge erst unwillig, aber mit der Zeit immer engagierter teilnahm. Sein Verhalten veränderte sich zusehends. Und schon ein Jahr später war aus dem auffälligen Störenfried, ein guter und aufgeweckter Schüler geworden. Die gesetzliche Krankenversicherung hat die Kosten hierfür übernommen. Der kleine Patient ist kein Einzelfall. Laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (DGKJP) zeigt heutzutage schon jedes zehnte Kind psychische Störungen. Je früher diese behandelt werden, desto besser. Denn sie können sich manifestieren und im Verlauf des Lebens zu noch ernsteren Problemen führen. Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch und Kriminalität sind sicher die schlimmsten der möglichen Folgen. Wer Auffälligkeiten an seinem Kind erkennt, sollte deshalb rasch handeln. Erster Ansprechpartner ist hier immer der Kinderarzt des Vertrauens. Er stellt wenn nötig eine Überweisung aus. Die Behandlungskosten werden auch bei gesetzlich Versicherten dann voll von der jeweiligen Versicherung übernommen.

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