KFZ Versicherung grobe Fahrlässigkeit – Kürzungen Schaden

In der KFZ Versicherung hat das neue VVG Änderungen gebracht für die grobe Fahrlässigkeit. Inzwischen darf die Autoversicherung zwar Kürzungen bei einem Schaden vornehmen aber ein Teil muss in einigen Fällen übernommen werden.

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Wird ein Schaden in der KFZ Versicherung durch eine grobe Fahrlässigkeit verursacht, musste bisher der Versicherungsnehmer seinen eigenen Schaden selber tragen, weil die Kaskoversicherung bei grober Fahrlässigkeit nichts ersetzt hat.

Neues Versicherungsvertragsgesetz VVG

Durch das neue Versicherungsvertragsgesetz wurde dies verändert und nun muss sich der Versicherer am Schaden auch bei grober Fahrlässigkeit zumindest beteiligen. Bisher war nur bekannt dass dies nach dem Grad des Verschuldens gehen soll aber wie genau war noch unklar bis jetzt. Inzwischen hat der Deutsche Verkehrsgerichtstag Musterquoten für häufige vorkommende Fälle festgelegt. Häufig vorkommende Fälle:

1.) Fahren unter Alkohol zwischen 0,5 und 1,1 Promille, in diesem Fall darf der Versicherer 50 Prozent abziehen. Ab 1,1 Prozent muss die KFZ Versicherung überhaupt nichts bezahlen. Unter 0,5 Promille gibt es keine generelle Quote.
2.) Lässt der Autofahrer den Schlüssel im Auto stecken und wird das Auto geklaut kann die Versicherung 75 Prozent vom Schaden abziehen. Bei sonstigen leichtfertigem Umgang mit dem KFZ Schlüssel kann die Versicherung 25 Prozent abziehen.
3.) Beim Fahren unter Drogen kann die Versicherungsgesellschaft zwischen 50 und 100 Prozent vom Schaden abziehen.
4.) Beim überfahren eines Stoppschildes kann die KFZ Versicherung generell 25 Prozent abziehen.
5.) Beim überfahren einer roten Ampel darf der Versicherer im Schadensfall generell 50 Prozent abziehen.

Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit

Inzwischen gibt es einige KFZ Versicherungen die dem Kunden anbieten auf die grobe Fahrlässigkeit zu verzichten. Damit kann der Versicherungsnehmer vermeiden dass er beispielsweise beim überfahren einer roten Ampel 50 Prozent seines Schadens selber bezahlen muss. Der Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit gilt allerdings nicht beim Fahren unter Alkoholeinfluss.


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