Kein Versicherungsschutz bei Fahrerflucht

Beim Ausparken haben Sie das Nachbarfahrzeug berührt; ein kleiner Kratzer ist die Folge? Besser Sie bleiben am Auto, denn bei Fahrerflucht hat man keinen Versicherungsschutz. Und das kann teuer werden.

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Das kennt doch jeder: Man ist spät dran, schwingt sich ins Auto und gibt Gas. Dann ein leichter Ruck, ein leises Knirschen, ein lauter Herzschlag. Oh Schreck, das Auto nebendran hat einen kleinen, aber fiesen Kratzer am Kotflügel. Eigentlich keine große Sache, denkt man. Also, was tun? Visitenkarte mit Kontakt- und Versicherungsdaten unter den Scheibenwischer und ab dafür. Das wird schon reichen, oder?


Persönlichkeit zählt mehr als Worte

Mit Fahrerflucht verbinden wir meistens schwerere Unfälle. Der LKW-Fahrer, der beim Überholen den alten Golf abdrängt und trotz Staubwolke richtig Gas gibt oder den Autofahrer, der einen Fahrradfahrer vom Drahtesel holt. Rechtlich betrachtet beginnt die Fahrer- oder Unfallflucht aber schon viel früher. Selbst bei so genannten Bagatellschäden ist man verpflichtet am Unfallort zu verbleiben, bis der Geschädigte zum Fahrzeug zurückkommt. 30 Minuten werden hier von den meisten Versicherungen empfohlen. Taucht der Fahrzeughalter dann nicht auf, sollte man die Polizei informieren. Selbst wenn die Uniformierten ein Knöllchen ausstellen, fährt man oft günstiger. Denn wer geht, riskiert den Versicherungsschutz.

Parkschaden, Spiegeldrama oder Leitplanke

Die magische Grenze für den persönlichen Verbleib am Unfallort wird meist mit einem Schadenswert von unter 50 Euro benannt. Wer aber nicht gerade KFZ-Mechaniker ist, kann sich bei der Einschätzung eines Kratzers oder dem abgefahrenen Spiegels ganz schön täuschen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Leitplanke. Wird die touchiert, sollte man immer die Polizei informieren. Denn die Reparaturkosten an der Schutzplanke liegen in aller Regel über der 50-Euro-Grenze. Zahlt dann die Versicherung nicht, wird das schnell richtig teuer. Wer also auf Nummer Sicher gehen will, wartet auf den ahnungslosen Unfallgegner oder informiert die Polizei.

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