Kein generelles Recht auf Umtausch

Bei Nicht-Gefallen Geld zurück. Das ist ein tolles Angebot; und vor allem nett vom Verkäufer. Es gibt nämlich kein generelles Recht auf Umtausch.

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Jede Frau kennt das: Das neue Kleid sah so schön aus. Die strahlenden Farben, das große Muster, die Kürze; wirklich toll – im Laden. Am nächsten Morgen dann dass schmerzliche Erwachen und die Einsicht: rot und blau, steht dem Kasper seiner Frau. Aber einem selbst, eher nicht! Was tun? Zurück in den Laden und den bunten Fetzen ratz fatz umgetauscht. Da hoffen wir mal, dass der Verkäufer ein Herz für Geschmacksverirrte hat, denn ein gesetzlich festgeschriebenes Umtauschrecht bei Nicht-Gefallen gibt es in Deutschland nicht.

Reine Kulanz

Man ist auf Gedeih und Verderb dem Wohlwollen des Verkäufers ausgeliefert. Es sei denn, es wurde vor dem Kauf das Recht zum Umtausch der Waren eingeräumt. Allerdings ist der Käufer dann in der Beweispflicht. Gut beraten ist er natürlich dann, wenn das Umtauschrecht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (ALG) festgeschrieben ist oder das Unternehmen sogar damit wirbt. Wer auf Nummer Sicher gehen will, klärt vor dem Kauf, ob man das Produkt zurückgeben kann, wenn z. B. die Hose nicht passt oder Buch oder CD plötzlich doppelt im Regal stehen.


Garantie und Gewährleistung

Anders ist das natürlich, wenn die Ware schadhaft oder gar völlig kaputt ist. Dann kann die Garantie greifen; die allerdings auch eine freiwillige Leistung meist vom Hersteller ist. Ein gesetzlicher Anspruch gilt lediglich auf die so genannte Gewährleistung. Laut ihr muss sich der Verkäufer für die Unversehrtheit der Ware zum Zeitpunkt des Kaufes verbriefen. Die Gewährleistung gilt in der Regel für 24 Monate nach Übergabe der Ware. Beim Verkauf von Gebrauchtwaren liegt sie bei einem Jahr. Die Beweislast, dass das Produkt unversehrt ist, liegt in den ersten sechs Monaten beim Händler/Verkäufer; danach ist der Kunde in der Pflicht.

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