Karenzzeit

Definition:  Definition: In der Karenzzeit muss ein Versicherer noch keine Leistungen erbringen.

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Ursprung des Wortes Karenzzeit ist das lateinische carere für „verzichten“. Damit wird im Versicherungsrecht die Zeit beschrieben, die verstreicht, ohne dass eine Versicherung Leistungen erbringen muss.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Im Gegensatz zum europäischen Ausland, wo eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall eben tatsächlich erst nach einigen so genannten Karenztagen beginnt, ist die Karenzzeit in Deutschland durch das Lohnfortzahlungsgesetz für den angestellten Arbeitnehmer nicht mehr von großer Bedeutung. Denn nach der Mitteilung über die Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber und der Erbringung einer ärztlichen Bescheinigung (Attest) nach spätestens drei Tagen über die Erkrankung und deren voraussichtlichen Dauer, beginnt bei uns sofort die Lohnfortzahlung, so dass der kranke Arbeitnehmer keinerlei finanzielle Ausfälle erleidet. Erst nach einer Karenzzeit von sechs Wochen springt die Krankentagegeldversicherung ein.

Wichtig für Selbstständige
Wer sich dahingehend versichern möchte, muss wissen, dass eine Krankentagegeldversicherung für fest angestellte Arbeitnehmer deshalb nur mit 42 Tagen Karenzzeit (sieben Tage x sechs Wochen) zu versichern ist. So gibt es keine Doppelzahlungen von Gehaltsfortzahlung und Krankentagegeld. Anders ist das für Selbstständige und Freiberufler: Sie dürfen und sollten sogar eine Krankentagesgeldversicherung mit einer eher kurzen Karenzzeit wählen, um Einkunftseinbußen vorzubeugen.


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