Osteuropäerische Pflegekräfte dürfen auch pflegen

Viele ältere Menschen, die im Alltag Hilfe brauchen, engagieren heute Haushaltshilfen aus Osteuropa. Bisher war deren Arbeitserlaubnis auf den hauswirtschaftlichen Bereich beschränkt – jetzt dürfen Osteuropäerische Pflegekräfte auch hier arbeiten.

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Ein Geheimtipp war es schon lange. Wer Oma oder Opa nicht ins Heim geben wollte, hat eine Hilfskraft aus dem Osten eingestellt. Was viele nicht wissen: Mehr als Putzen und Kochen war ihr bis Anfang diesen Jahres eigentlich nicht erlaubt. Schon der begleitende Gang zur Toilette war genau genommen verboten.

Der Bundesrat hat ein Einsehen

Viele der Beschäftigten und deren Arbeitgeber bewegten sich also haarscharf an der Grenze von Recht und Unrecht. Aber der Bedarf an Pflegekräften, die ihren hilfsbedürftigen Patienten rund um die Uhr zur Verfügung stehen, wird immer größer. Daher hat der Deutsche Bundesrat die so genannte Beschäftigungsverordnung (BeschV.) für neu einreisende Ausländer geändert. Wird eine osteuropäische Haushaltshilfe über die Arbeitsagentur vermittelt, darf sie nun seit Anfang 2010 auch notwendige pflegerische Alltagshilfen ausführen.

Vom Aufstehen bis Zu-Bett-gehen

Die Aufgabenstellung für die Mitarbeiterinnen im Haushalt sind dadurch vielfältiger geworden und jetzt auch erlaubt. Vom Aufstehen bis hin zur Körperpflege und dem Anziehen, so beginnt meist ihr Tag. Danach wird geputzt und gekocht; es werden Einkäufe genauso erledigt wie der gemeinsame Besuch beim Arzt oder dem Friseur. Es gibt viel zu tun; und alles wird am besten auch noch mit einem freundlichen Lächeln erledigt.

Sicher über die Arbeitsagentur

Aber: Wo viel Bedarf ist, da gibt es auch immer wieder unseriöse Geschäftemacher. Neben rechtschaffenen Arbeitsvermittlern tummeln sich leider auch immer wieder schwarze Schafe auf dem Markt. Der Unterschied ist für den Laien meist nicht zu erkennen. Deshalb gilt es, sich umfangreich zu informieren. Am besten sucht man aber gleich über die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Agentur für Arbeit. Dort werden Kräfte aus Polen, der Slowakei, Slowenien, Ungarn, der Tschechei, Bulgarien und Rumänien vermittelt. So ist man rechtlich, aber auch persönlich auf der sicheren Seite.


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