Jahresarbeitsentgeltgrenze

Definition:  Die Höhe des Jahresarbeitsentgelts bestimmt, ob Versicherungspflicht besteht. Definition Jahresarbeitsentgeltgrenze.

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In Deutschland herrscht die so genannte Versicherungspflicht. Sie besteht für Menschen, die bis zu einem bestimmten Jahresarbeitsentgelt verdienen. Gesetzlich krankenversichern müssen sich Arbeitnehmer, die weniger als 4.162,50 Euro pro Monat verdienen. Wer über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient kann in die private Krankenversicherung wechseln bei entsprechender Gesundheit.

Besserverdiener können wechseln
Wer dagegen in drei aufeinanderfolgenden Jahren ein Jahresarbeitsentgelt von über 49.950 Euro (regelmäßig gezahltes, tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld kann zugerechnet werden) hat, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Er hat die Jahresentgeltgrenz erreicht, die auch Versicherungspflichtgrenze genannt wird, auch wenn er innerhalb dieses Zeitraumes den Arbeitsplatz gewechselt hat und er die notwendige Bezahlung erhält.

Keine Regel ohne Ausnahme
Da sich die Jahresarbeitsentgeltgrenze immer wieder ändert, gibt es natürlich Ausnahmen. So gilt z. B. für Arbeitnehmer, die vor dem 31.12.2002 die damals gültige Grenze erreicht hatten und privat versichert waren, das sie in ihrer Versicherung verbleiben können, da zum 01.01.2003 die Jahresarbeitsentgeltgrenze stark gestiegen war. Das gilt auch für andere Mitglieder, die unter die notwendige Gehaltsgrenze fallen, nur weil diese angehoben wurde.


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