Intelligenzrente für Ingenieure aus der ehemaligen DDR

Wer in der ehemaligen DDR Ingenieur war, hat es heute gut! Er bekommt nämlich zusätzlich zur Normrente auch noch die Intelligenzrente. Das ist durch verschiedene Urteile des Bundessozialgericht bestätigt.

Anzeige / Inserat

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob sie schlau genug sind, für dieses Leben? Ingenieuren aus der ehemaligen DDR stellt sich diese Frage nicht mehr. Sie bekommen das einfach per Rentenbescheid bestätigt. Sie erhalten jetzt nämlich eine Zusatzrente, die den blumigen Namen Intelligenzrente trägt.

Abwanderung verhindern

Der Name entstand in Anlehnung an das Zusatzrentensystem in der ehemaligen DDR. Hier wurden Fachkräften Zusatzrenten bewilligt. Damit sollte verhindert werden, dass diese gut ausgebildeten Arbeitnehmer den Gedanken in den Westen abzuwandern auch in die Tat umsetzen. Im Falle der Ingenieure hatte diese Zusatzaltersvorsorge die schöne Bezeichnung „Altersversorgung der technischen Intelligenz“. Nach dem Mauerfall und der Deutschen Einheit gab es nun um genau diese Rente Streit, denn wer verzichtet heute schon noch freiwillig auf eine Absicherung im Alter. Auf der anderen Seite möchte aber natürlich die Deutsche Rentenversicherung Geld sparen, weshalb diese Neuanträge ablehnte; ja sogar bereits bezahlte Renten ersatzlos strich.

Stichtag gilt, Rente ist durch

Die Intelligenzrente war deshalb in den vergangenen Jahren immer wieder Streitpunkt vor Gericht. Vor allem was den Stichtag des Erwerbs der Intelligenzrente anging gab es Meinungsverschiedenheiten. So urteilte das Bundessoziaolgericht zwar immer wieder, dass die Zusatzversorgung denen zusteht, die bis zum 30. Juni 1990 in einem „produzierenden volkseigenen Betrieb (VEB)“ als laut DDR-Recht anerkannter Ingenieur tätig waren. Die Rentenversicherung ebenso wie die Landessozialgerichte waren aber, der Meinung, dass die so genannten VEBs ja bis zu diesem Termin und nach der damals üblichen Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft ja gar nicht mehr wirklich bestanden, sondern quasi „eine leere Hülle“ waren. Das Bundessozialgericht sah das jüngst anders. Es setzt den Eintrag der Kapitalgesellschaft in das Handelsregister endgültig als Maßstab an. Da dieser aber in allen Fällen erst nach dem 31. Juni 1990 stattfand, sieht das Bundessozialgericht die Voraussetzung für die „Intelligenzrente“ als erfüllt an und setzt den Streitigkeiten hier jetzt ein Ende. Die „Intelligenzrente“ ist also durch.

Anzeige / Inserat

One thought on “Intelligenzrente für Ingenieure aus der ehemaligen DDR

  1. Kommentar Autor
    Böttcher
    Ein Kommentar

    an die Verfasser dieser o.g. Zeilen „Intelligenzrente für Ingenieure aus der ehemaligen DDR“:
    Sie sollten einmal die Wahrheit richtig verstehen lernen! Uns wird diese „Rente“ verweigert, da wir an einem künstlich erdachten Stichtag so gestellt werden, als wären wir Hilfsarbeiter gewesen. Damit zahlt man sicher unsere früheren Stasi-Leute aus! Uns fehlten mind. 350 Euro/Monat und pro Person!
    Ihr Bericht unterstützt die hasserfüllten Meinungen zwischen Ost und West noch mehr! Toll!
    In Matematik muss man eben aufgepasst haben in der Unterstufe einer Schule!

Ihre Gedanken...